Die Grünen Stadtverordnetenfraktion fordert Oberbürgermeister Hoffmann auf, eine klare Haltung bei der Finanzierung der freien Kultur-Szene einzunehmen. Diese werde von den derzeitigen Sparmaßnahmen voll getroffen und steht nunmehr vor dem Aus (13.09.2010)

Hildegard Förster-Heldmann, Kulturpolitische Sprecherin der Grünen, kritisiert die fehlende Klarheit durch den Oberbürgermeister im Umgang mit der freien Szene: "Hoffmann ist nicht in der Lage, der freien Szene Planungssicherheit zu bieten. Eine politische Entscheidung hin zu mehr Planungssicherheit war die zur Evaluation der freien Theater, diese ist aber leider in den Kinderschuhen stecken geblieben. Weiter wurde in den Beratungen zum Haushalt der Kultureuro beschlossen, mit dem die freie Kulturszene in Darmstadt zusätzlich gefördert werden sollte. Hier ist aber bis dato noch nichts umgesetzt worden. Der Oberbürgermeister“, so Förster-Heldmann weiter, „hätte Handlungsspielräume, er nutzt sie nur nicht.“ Die Grüne Stadtverordnetenfraktion hat vergangene Woche eine Kleine Anfrage zum„Kultureuro“ gestellt. „Durch seine Verschleppungstaktik ist der Oberbürgermeister verantwortlich für die schlechte Situation der freien Szene, die dadurch vor ihrem Aus steht“, so Förster- Heldmann. „Die vom RP geforderten 20 % Einsparungen nur bei den Kulturzuschüssen zu streichen, laufen konträr zu den Versprechungen, die der OB wiederholt der freien Szene gemacht hat."

Neben den fehlenden konkreten Maßnahmen kritisiert Förster-Heldmann auch den Umgang des OBs mit den Betroffenen: "Hoffmann lässt nicht nur eine klare Position, sondern auch klare Worte vermissen. Die freien Träger hätte man von den Sparbeschlüssen ausnehmen und statt dessen andere Einsparmöglichkeiten im Haushalt ausloten müssen. Gerade denen, die am wenigsten haben, die nur mit ihrer Kreativität und Selbstausbeutung überleben, wird die Grundlage entzogen."

„Die freie Szene muss fester Bestandteil des Darmstädter Kulturlebens bleiben. Sie kann nicht zur Disposition gestellt werden, nur weil ihr, anders als anderen Kultureinrichtungen, Planungssicherheit nicht gewährt wird“, so Förster-Heldmann abschließend.

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