GRÜNE: Rekommunalisierung von HSE-Aktien stärkt die Stadtwirtschaft. (31.08.2010)

„Der Rückkauf der Aktien vom Atomstrom-Konzern E.on macht nun eine noch deutlichere Positionierung der HSE in Richtung regenerative Energien möglich“, kommentiert Brigitte Lindscheid, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter GRÜNEN die jüngste Transaktion der Heag Holding, „es war ein weiter Weg vom beharrlichen Kampf der Darmstädter GRÜNEN um NATURpur bis zur HSE als führendem Ökostrom-Anbieter Deutschlands vor allen anderen. Damit setzt Darmstadt eine Erfolgsgeschichte fort und geht weiter den entgegengesetzten Weg wie die derzeitige Bundesregierung, die auf Atomstrom setzt.“

Der Rückkauf der E.on-Anteile an der HSE sei die Konsequenz langjähriger Kommunalpolitik mit einer frühzeitigen Ausrichtung hin zu regenerativen und damit zukunftsweisenden Energiequellen. Nach dem Ausstieg aus dem geplanten Kohlekraftwerk in Mainz könne nun auch der Hemmschuh des Atomstrombetreibers als Anteilseigner endgültig abgelegt werden. Damit verbundenen sei eine weitere Steigerung im Ranking der Stromanbieter, da der negative Einfluss von Atomstromanteilen jetzt beseitigt sei.

„Wir sichern mit dieser Rekommunalisierung und weiteren Ökologisierung der HSE in Darmstadt 2.400 Arbeitsplätze, wäre die HSE - wie von der CDU vorgeschlagen - schon vor Jahren komplett veräussert worden, hätten wir schon lange keinen Einfluss mehr auf das Unternehmen“, erläutert die GRÜNE Fraktionsvorsitzende, „mit dieser Transaktion sichert sich Darmstadt nun langfristig die Kontrolle über die städtische Energieversorgung.“

Das Beispiel HSE verdeutliche, dass Vorschläge, profitable städtische Töchter zu verkaufen zu einem kurzfristigen Geldsegen führen könnten, die Stadt aber langfristig abhängig machten und und ihr jeglichen Einfluss raubten. Hinzu komme, dass durch die Veräusserung von tragenden Säulen der Stadt - wie HSE und Bauverein - in der Stadtwirtschaft die Arbeitsplätze von ca. 7.000 Menschen gefährdet wären.

„Der Vorschlag den HSE-Anteil der verbundenen Kommunen zu erhöhen ist eine mögliche Perspektive, mit der ihre Verbundenheit zum Darmstädter Stromkonzern noch stärker dokumentieren könnten“, so Lindscheid abschließend, „es sollte auch geprüft werden, ob die Stadt die zurückgekauften Anteile vollständig hält oder ob auch andere Modelle, wie beispielsweise eine Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Frage kommen. Dies wurde und wird in Darmstadt bereits erfolgreich mit Bürgersolaranlagen umgesetzt.“

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