GRÜNE begrüßen Bauvereinvorschlag Darmbachrinne vor Darmstadtium in Brunnen umzuwandeln. (16.08.2010)

„Mit dem Vorschlag des Bauvereinvorstands Braun sehen wir den Darmbachbeirat mit seinen Planungen für die Offenlegung des Darmbachs bestätigt“, erklärt Doris Fröhlich, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion, „Eine Fontäne war vor dem Hotel auf dem Karolinenplatz geplant, Leuchtstreifen entlang der Darmbachrinne, bewegtes Wasser mittels einer Umwälzpumpe - zumindest so lange, bis Original-Darmbachwasser vor dem Darmstadtium und auf dem Karolinenplatz fließen kann.“

All diese Verschönerungen und liebenswerten Details bei der Planung des Bachlaufs seien dem Rotstift zum Opfer gefallen, nachdem durch polemische Diskussionen in der Öffentlichkeit die Kosten für die Offenlegung in Frage gestellt wurden, kritisiert Fröhlich. Seitdem würden die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt weiterhin bis zu 3 Millionen Euro jährlich an Abwassergebühren bezahlen, um das saubere Darmbachwasser durch die Kläranlage zu schicken. Insgesamt seien so von der Stadt Darmstadt mittlerweile mehr als 40 Millionen Euro für die Klärung sauberen Bachwassers ausgegeben worden (www.darmbach-ev.de/index.php?id=counter).

„Vielleicht machen die Beispiele aus anderen Städten aufmerksam, wie schön ein offengelegter Bach sein kann, und welche verkehrssichernde Maßnahmen geplant waren - das könnte auch Gefährdungen, wie den bedauerliche Fahrradunfall in Höhe des Darmstadtiums, verhindern helfen“, schlägt Fröhlich vor. „Nicht nur in Frankreich gibt es positive Beispiele für Wasser in der Stadt, auch die Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen, die der Darmbachverein besichtigt hat, zeigt mit der Offenlegung der Neckarquelle, welch wertvolle Potentiale ein Bachlauf bieten kann.“

Das begleitende Grün - der Rasenstreifen um die Ollenhaueranlage solle fortgesetzt und weitere Bäume gepflanzt werden - dies sei auch im Hinblick auf die zu erwartenden Klimaveränderungen eine notwendige Investition in die Zukunft.

„Für die Stadt Darmstadt hätte die Herausnahme des Darmbachs aus der Kläranlage noch einen finanziellen Vorteil: die eingesparten Abwassergebühren könnten in die Verbesserung unserer Parks und zur Pflege unserer Stadtbäume oder für andere Projekte nützlicher eingesetzt werden“, so Fröhlich abschließend, „dass sich der Bauverein an Kosten für eine brunnenähnliche Lösung beteiligen will, ist vielleicht ein Signal für weitere städtische Töchter - auch die HSE Abwasserreinigungs-GmbH - ehemals Südhessische Gas- und Wasser AG - sich an den Kosten zu beteiligen und so viele liebenswerte Details möglich zu machen.“

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