Schulsozialarbeit (23.04.2010)

Einstimmig beschloss gestern die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Darmstadt die von Stadtrat Jochen Partsch eingebrachte Magistratsvorlage, die den Ausbau der Schulsozialarbeit in den Jahren 2010 bis 2013 vorsieht.

Damit wurde von allen Stadtverordneten der Unterstützungsbedarf, vor allem in den Bereichen des Übergangs vom Schul- ins Berufsleben sowie der sozialen Integration, anerkannt. Christian Grunewald, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses dazu: „Nach einem jahrelangen Prozess gewährleistet die Rahmenkonzeption nun endlich die Umsteuerung von einer standortbezogenen hin zu einer sozialraumorientierten Schulsozialarbeit. Ein Stufenplan mit der Folgekostenberechnung bis 2013 liegt nun endlich vor. Ich bin sehr glücklich darüber, dass es zu einem transparenten Ausschreibungsverfahren kommen wird, an dem sich alle Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit beteiligen können.“

Bedauern äußerte Grunwald gegenüber der Tatsache, dass sich das Land Hessen an den Kosten nicht beteiligen wird : „Leider sieht der Haushalt des Landes Hessen keine Drittelfinanzierung der zukünftigen Projekte vor. Das ist sehr schade, da die Kommunen, wie so oft, alleine dastehen.“

Die Schulsozialarbeit soll zukünftig präventiv verhindern, das Jugendliche am Übergang Schule-Beruf bzw. bei der sozialen Integration scheitern. Die Jugendberufshilfe bzw. die Hilfe zur Erziehung können durch den Ausbau der Schulsozialarbeit massiv entlastet werden. „Es ist schön zu sehen, dass trotz angespannter Haushaltslage und trotz Weigerung des Landes Hessen, sich an der Finanzierung zu beteiligten, die Stadtverordnetenversammlung geschlossen hinter der Vorlage von Jochen Partsch steht“, so Grunwald abschließend.

 

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