Karolinenplatz - GRÜNE erinnern an Einspar-Potential in Millionenhöhe durch Darmbachabtrennung. (07.04.2010)

Die Abtrennung des Darmbachs von der Kanalisation und die parallel dazu geplante Offenlegung - einst Vorzeigeprojekt des bürgerschaftlich getragenen Agenda-Prozesses - birgt auch zwei Jahre nach dem vorläufigen Ende des Vorhabens ein Einspar-Potential in Millionenhöhe“, erinnert Doris Fröhlich, umweltpolitische Sprecherin der Darmstädter GRÜNEN, im Zusammenhang mit dem Abschluss der Neugestaltung des Karolinenplatzes.

In Anbetracht des desolaten Zustands der Kommunalfinanzen sei es an der Zeit das Thema erneut objektiv zu diskutieren. Es sei seinerzeit öffentlichkeitswirksam zerredet und zerschrieben worden - ungeachtet der Tatsache, dass es wesentlich zur Sanierung des städtischen Haushalts beitragen könne.

Fakt ist: die Stadt Darmstadt finanziert die Klärung des Darmbach-Wassers mit jährlich circa drei Millionen Euro“, stellt Fröhlich fest, „die Kosten für die Abtrennung und Offenlegung des Darmbaches in Höhe von 8 Millionen Euro - von denen bereits ungefähr zwei Millionen verausgabt sind - wären nach weniger als drei Jahren abgeschrieben.“

Kritiker lehnten das Projekt ab, weil es die Bürgerinnen und Bürger Darmstadts mit Mehrkosten bei den Abwassergebühren belaste. „Es entstehen pro Einwohner Mehrkosten von jährlich ca. 10 Euro dafür, dass sauberes Bachwasser nicht mehr in der Kläranlage gereinigt wird. Das dadurch eingesparte Geld könnte dann in andere Projekte investiert werden kann: in Kindertagesstätten, marode Schuldächer, zur Sanierung unserer löchrigen Straßen usw. und so fort“, erklärt die GRÜNE Umweltpolitikerin.

Seit dem Urteil des Abwasserprozesses hat die Stadt Darmstadt mehr als 40 Millionen Euro für die Klärung sauberen Darmbachwassers an die HSE bezahlt“, so Fröhlich abschließend, „dieser Spuk muss endlich ein Ende haben.“

 

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