Flickschusterei statt Neuanfang - GRÜNE vermissen angekündigtes Literaturhaus-Konzept.(16.02.2010)

Nachdem der Oberbürgermeister und Kulturdezernent Walter Hoffmann ohne Not die langjährigen Leiter des Literaturhauses zum Jahresende 2009 vor die Tür gesetzt hat, präsentiert er nun Knall auf Fall im Alleingang deren Nachfolgerin - wieder einmal über alle Köpfe hinweg und an allen Gremien vorbei“, kritisiert Hildegard Förster-Heldmann, kulturpolitische Sprecherin die von Hoffmann angekündigten 'Schritte zur Neuorganisation'.

Walter Hoffmann sei vor fünf Jahren mit dem selbst gesetzten Anspruch der Bürgernähe und des offenen Dialogs angetreten. Die Wirklichkeit sei von diesem Anspruch jedoch Lichtjahre entfernt. Vielmehr würden Alleingänge - wie beispielsweise beim Museumsneubau der Stiftung Sander auf der Mathildenhöhe - mittlerweile den politischen Stil Hoffmanns maßgeblich prägen.

Wir vermissen ein schlüssiges Konzept, wie es der Oberbürgermeister seit Monaten ankündigt“, bemängelt Förster-Heldmann, „die nun präsentierten 'Schritte zur Neuorganisation' wirken wie bunt zusammengewürfelt - von rotem Faden oder Leitgedanken keine Spur.“

Völlig unklar sei - in Anbetracht der Haushaltssituation - auch die Finanzierung der eingeleiteten Schritte. Die Haushaltslage der Stadt Darmstadt werde von der Kämmerei momentan dergestalt dargestellt, dass für freiwillige Leistungen - auch im kulturellen Bereich - keinerlei Spielraum vorhanden sei.

Diese wiederholte Missachtung der zuständigen Gremien ist nicht akzeptabel“, betont Förster-Heldmann abschließend, „wir fordern den Kulturdezernenten auf, zur Situation des Literaturhauses umgehend eine Sondersitzung des Kulturausschusses einzuberufen.“

 

Login
Benutzername:
Passwort: