ICE-Anschluss: die Region steht hinter der Direktanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs - GRÜNE fordern Oberbürgermeister zum Umdenken und Umlenken auf. (11.02.2010)

Die ganze Region Südhessen fordert einen Direktanschluss des Darmstädter Hauptbahnhofs an das ICE-Hochgeschwindigkeitsnetz, Oberbürgermeister Walter Hoffmann muss endlich einräumen, dass ein Außenbahnhof Tann keine Lösung ist“, kommentiert Brigitte Lindscheid, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter GRÜNEN aktuelle Äußerungen der Landräte aus den Kreisen Bergstraße und Odenwald.

Der Oberbürgermeister müsse als Gesprächsführer mit der DB Netz AG nun endlich die Haltung der Mehrheit in Darmstadt und der Region annehmen und gegenüber der Bahn vertreten - alles andere sei undemokratisch und nicht zielführend. Weitere Verhandlungen über einen Haltepunkt in Höhe der Siedlung Tann widersprächen den Interessen der gesamten Region Südhessen. Ein Außenbahnhof als Totgeburt, hänge die Region über Jahrzehnte vom Schienenschnellverkehr ab.

Wir können die besten Lösungsansätze für Darmstadt nur erreichen, wenn alle geschlossen hinter den gefassten Beschlüssen stehen - das muss auch endlich Walter Hoffmann einsehen“, fordert Lindscheid, „Die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung plädiert einstimmig für den Direktanschluss und die Fußnote im Bundesschienenwege-Ausbaugesetz ist nach wie vor gültig - die Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs an den Schienen-Personenfernverkehr ist sicherzustellen - der Auftrag des Oberbürgermeisters ist eindeutig.“

Völlig unbefriedigend sei auch die Informationspolitik von Oberbürgermeister Hoffmann, bemängelt Lindscheid. Die Stadtverordnetenversammlung werde nicht regelmäßig über den Stand der Verhandlungen informiert, man habe den Eindruck, die Bahn wolle das Thema aussitzen.

Ohne einen starken Verhandlungsführer, der die Interessen der breiten Mehrheit vertritt, wird das nichts“, so Lindscheid abschließend.

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