Ausbau der Schulsozialarbeit in Darmstadt - GRÜNE kritisieren Streichungspläne der Landesregierung. (08.10.2009)

„Es ist sehr bedauerlich, dass sich das Land nicht mit einer Drittelfinanzierung an den Kosten für Schulsozialarbeit beteiligen will“, kritisiert Christian Grunwald, sozialpolitischer Sprecher und Vorsitzender des Sozialausschusses der Wissenschaftsstadt Darmstadt den geplanten Rückzug der Landesregierung aus der Finanzierung der Schulsozialarbeit, „hier wird die große Chance vergeben aus einem Euro Landesgeld drei Euro für die Arbeit der Schulen zu machen. Die Kosten müssen jetzt komplett allein von der Stadt getragen werden.“
Bereits Anfang der Woche habe der GRÜNE Darmstädter Sozialdezernent Jochen Partsch ein Konzept vorgestellt, dass den stufenweisen Ausbau der Schulsozialarbeit bis 2013 vorsehe. Diese vorbeugende gesellschaftliche Maßnahme könne nicht hoch genug bewertet werden und sei nicht diskutierbar. Dem stünde nun kontraproduktiv entgegen, dass Kultusministerin Henze den von Staatsminister Banzer eingeschlagenen Weg der Drittelfinanzierung von Land, Schulträger und Kommune ersatzlos streichen wolle.
„Mit einem Entschließungsantrag für das nächste Landtagsplenum will die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erreichen, dass sich das Land doch noch an der Ausweitung von Schulsozialarbeit beteiligt. Dies wird von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Darmstadt ausdrücklich unterstützt „Durch Schulsozialarbeit können Schülerinnen und Schüler individueller gefördert und Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Arbeit unterstützt und entlastet werden“, betont Grunwald deren große Bedeutung.
Bisher sei im Haushaltsplanentwurf der Landesregierung für das kommende Jahr kein zusätzlicher Cent für die Drittelfinanzierung von Schulsozialarbeit vorgesehen. Dies müsse aber nicht so bleiben. Durch Umschichtungen im Haushalt 2010 könnte eine Mehrheit des Hessischen Landtags dafür sorgen, dass die erforderlichen Mittel für Schulsozialarbeit bereitgestellt werden. Dies soll mit dem GRÜNEN Antrag erreicht werden, so der GRÜNE Sozialpolitiker abschließend. „Ich hoffe auch für die Schulen in unserem Kreis, dass dies gelingt.“

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