ICE-Vollanbindung an den Darmstädter Hauptbahnhof - GRÜNE fordern baldigen Termin für Präsentation der detaillierten Untersuchungsergebnisse der Bahn AG. (11.09.2009)

„Die Argumente, die die DB Netz AG in ihrem jüngsten Schreiben zur Variante Vollanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofes an das ICE-Netz aufführt sind nichts neues“, bewertet Brigitte Lindscheid, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter GRÜNEN und Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Verkehr der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein aktuelles Schreiben der Bahn an Oberbürgermeister Walter Hofmann, „wir wünschen uns bald möglichst eine Präsentation durch die Bahn. Bislang fehlen allerdings vor allem neue Erkenntnisse, die nicht nur auf einer einseitigen Betrachtungweise abgestellt sind.“
„Das aktuelle Schreiben der DB Netz AG zeigt einmal mehr, dass der Bahn nichts an einem ICE-Halt in Darmstadt gelegen ist“, folgert Lindscheid aus der aktuellen Positionierung der Bahn, „es handelt sich um eine Aufzählung ausschließlich der Nachteile einer Vollanbindung des Hauptbahnhofes. Ein Fernbahnhof West bei der Siedlung Tann ist für uns jedoch nicht tragbar. Die damit verbundenen Umstände durch mehrmaliges Umsteigen von Bahn zu Straßenbahn machen diese Variante in höchstem Maß unattraktiv und entwerten den mit großen finanziellen Aufwand sanierten Darmstädter Hauptbahnhof. Auch bleiben die Kosten für die notwenige innerstädtische Anbindung zwischen den Bahnhofsstandorte bei der Stadt Darmstadt hängen.
Unser Ziel ist es nach wie vor, eine attraktive Verbindung von schnellen überregionalen Bahnstrecken und Nahverkehrsstrecken für Stadt und Region zu erhalten, die eine echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr darstellen. Dreh- und Angelpunkt dieses Konzeptes in unserer Region ist und bleibt der Hauptbahnhof.“
Ein Fernbahnhof im Westen der Stadt, der möglicherweise nach kurzer Zeit wegen mangelnder Akzeptanz aufgegeben würde sei keine Alternative, so Lindscheid abschließend. Die GRÜNEN favorisierten nach wie vor eine vollwertige ICE-Anbindung Darmstadts über den Hauptbahnhof. Sollte dies am massiven Widerstand der Bahn AG scheitern, dann läge die Priorität der GRÜNEN bei einer drastischen Verbesserung der Nahverkehrsanbindung insbesondere zum Frankfurter Flughafen, den beiden Knotenbahnhöfen Frankfurt und Mannheim, sowie nach Mainz, Wiesbaden und Aschaffenburg. Insoweit bliebe es bei der bereits 2007 in einem 10-Punkte-Thesenpapier veröffentlichten Forderung der GRÜNEN“
Verwundert seien die GRÜNEN , dass die IHK Darmstadt eine Kehrtwende zu einem Anschluss West vollzogen habe, kurz bevor das Schreiben an den Oberbürgermeister bei den politischen Gremien angekommen sei. Die Veröffentlichung eines neuen Positionspapiers zu diesem Zeitpunkt lasse vermuten, dass die IHK vor den Fraktionen des Stadtparlaments informiert gewesen sei.

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