Literaturhaus: GRÜNE empfehlen Oberbürgermeister Einstieg in Neukonzeption statt Rückzug in die Schmollecke. (08.09.2009)

„Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister auf den launigen Abschiedstext der beiden Programmleiter des Literaturhauses im aktuellen Programm souveräner reagiert“, beurteilt Hildegard Förster-Heldmann, kulturpolitische Sprecherin der Darmstädter GRÜNEN dessen Reaktion auf das aktuelle Herbstprogramm der städtischen Einrichtung, „die beiden Herren beleuchten in dem von der Stadt beanstandeten Text subjektiv und sarkastisch die Arbeitsbedingungen unter denen sie in den vergangenen 15 Jahren das Programm der Kultureinrichtung gestaltet haben. Darin eine persönliche Beleidigung zu sehen, lässt die einem Oberbürgermeister angemessene Größe vermissen.“
In ihrem Abschiedstext im aktuellen Programm des Literaturhauses beklagen die Programmleiter Andreas Müller und Rainer Wiecorek vor allem Geldknappheit und den Mangel an städtischer Unterstützung. In überzogener Weise beschreiben sie das Arbeitsumfeld im Literaturhaus inmitten von Sperrmüllmöbeln und Wohnzimmerleuchten aus dem Baumarkt. Offensichtlich habe dies den Oberbürger bewogen, das aktuelle Programm der Öffentlichkeit vorzuenthalten und nicht zu verteilen oder auszulegen.
„Der Oberbürgermeister einer von ihm selbst propagierten weltoffenen und toleranten Wissenschaftsstadt vergibt hier die Möglichkeit ein positives Zeichen zu setzen. Das überspitzte Resümee der letzten 15 Jahre von Müller und Wieczorek sollte OB und Kulturdezernent Walter Hoffmann gleichermaßen als Steilvorlage verwenden, sein neues Konzept für die Zukunft des Literaturhauses vorzustellen“, empfiehlt Förster-Heldmann, „anstelle eines zuversichtlichen Neubeginns bleibt sonst der Nachgeschmack einer beleidigten Leberwurst.“

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