Neuregelung der Marktordnung - GRÜNE fordern runden Tisch. (01.09.2009)

„In der Betriebskommission des Eigenbetriebs Bürgerhäuser und Märkte wurde den Kommissionsmitgliedern mitgeteilt, die Marktbeschicker seien über die Neuregelung informiert und damit einverstanden“, kritisiert Hildegard Förster-Heldmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Wirtschaft, Einzelhandel und Gewerbe die Informationspolitik des zuständigen Dezernenten Molter, „dass dies offensichtlich nicht der Fall war, zeigen die aktuelle Kontroverse und die 800 gesammelten Unterschriften.“
„Wir fordern einen Runden Tisch mit allen Beteiligten“, ergänzt Doris Fröhlich umweltpolitische Sprecherin der Darmstädter GRÜNEN und Mitinitiatorin des Eberstädter Bauernmarktes, „wenn die Neuregelung der Marktordnung am Ende dazu führt, dass langjährige Beschicker weg bleiben, ist das Gegenteil einer Marktbelebung erreicht. Es muss eine gemeinsame Lösung her, die allen Beteiligten gerecht wird und die dem Marktgeschehen neue Impulse gibt.“
Die GRÜNEN reagieren damit auf die massive Kritik aus der Bevölkerung und von Seiten der Marktbeschicker, die weiterhin selbst bestimmen wollen, an welchem Wochentag sie ihren Stand aufbauen. Neben der Reduzierung der Markttage von sechs Tagen auf vier, stehe auch die geplante Präsenzpflicht am Mittwoch zur Disposition, für Händler, die Samstags kommen wollten.
„Wir müssen nochmal von vorne anfangen und neue Ideen zulassen“, fordern die beiden GRÜNEN Stadtverordneten, „andere Städte gehen die Problematik anders an. So wäre beispielsweise überlegenswert, ob nicht ein so genannter „Frischetag“ sinnvoll ist. Eine Marktpause zwischen Samstag und Mittwoch geht auf Kosten der Frische der angebotenen Ware.“
Die Marktbeschicker müssten allerdings auch die Möglichkeit haben, ihre Ware zu ernten oder zu produzieren, dies könne durch Pflichttage behindert werden, so die beiden GRÜNEN abschließend.
Um weitere Verzögerungen zu verhindern und schnellst möglich eine gemeinsame Lösung zu finden, würden die GRÜNEN gemeinsam mit der CDU-Fraktion und der Fraktion Alternative Darmstadt in der kommenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (03.09.) einen entsprechenden Antrag stellen.

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