35 Jahre Atomkraftwerk Biblis - GRÜNE: endgültig abschalten. (15.07.2009)

„Mehr als 800 Störfälle von Biblis A und B seit der Inbetriebnahme im Jahr 1974 machen deutlich, welche Gefahr direkt vor unserer Haustür lauert“, kommentieren Brigitte Lindscheid, Fraktionsvorsitzende und Ulrich Pakleppa, Vorstandssprecher der Darmstädter GRÜNEN das bevorstehende Jubiläum des Atommeilers, „dass mit Biblis eines der anfälligsten Atomkraftwerke in Deutschland immer noch am Netz ist, ist fürwahr kein Grund zum Feiern.“
Die BürgerInnen von Darmstadt und besonders von Eberstadt, das weniger als 30 Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt sei, seien unmittelbar bedroht. Dass das Kraftwerk weder gegen gezielte Flugzeugabstürze geschützt sei und als einziges deutsches Atomkraftwerk keine gebunkerte Notstandswarte habe, mache deutlich wie gross die Gefahr sei, die von dem ältesten AKW der Republik ausgehe, so die beiden GRÜNEN.
Die schwerwiegendsten Störfälle des südhessischen Atomkraftwerks sprächen eine deutliche Sprache. So sei am 16./17. Dezember 1987 eine rot-blinkende Lampe missachtet worden, so dass es zu einem Beinahe-GAU kam. Ungenügend große Sumpfsiebe stellten ein großes Sicherheitsrisiko dar und nachdem tausende falsche Dübeln angebracht worden seien, stand der Schrottreaktor mehr als ein Jahr lang still ohne dass auch nur ein einziges Licht ausging.
„Der Schrottreaktor Biblis sollte nach der aktuellen Revision erst gar nicht wieder ans Netz gehen“, fordern Lindscheid und Pakleppa, „35 Jahre sind mehr als genug. Wir GRÜNE haben ein Konzept vorgelegt, das zeigt wie Hessen innerhalb von 20 Jahren ohne Atomstrom auskommen kann. Der Ausstieg Hessens aus der Atomenergie ist möglich und jetzt auch nötig."

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