GRÜNE kritisieren Schienenersatzverkehr - Ersatzkapazitäten nicht ausreichend, Verdoppelung des Taktes und ersatzlose Einstellung der Straßenbahnlinie 6 unzumutbar. (15.07.2009)

„Eine Förderung des ÖPNV sieht anders aus“, kommentiert Christopher Sperling, verkehrspolitischer Sprecher der Darmstädter GRÜNEN die durch Bauarbeiten in Eberstadt bedingten Fahrplanumstellungen, „es ist nicht zumutbar, dass in Stoßzeiten während des Berufsverkehrs Fahrgäste und insbesondere Inhaber von Job-Tickets an den Haltestellen zurückbleiben, weil Bahn oder Bus überfüllt sind.“
Bei der Umstellung von Straßenbahn auf Busverkehr könne ein Bus oder ein einzelner Triebwagen keinen Straßenbahngelenkwagen, der die doppelte Fahrgastkapazität habe ersetzen, so Sperling weiter. Auch widersprächen derartige Fahrplaneinschränkungen dem Ziel und den Bemühungen, den ÖPNV und Angebote wie das Job-Ticket attraktiv zu gestalten.
„Wer mit Bus oder Straßenbahn zu Merck oder nach Arheilgen will, wird während der Bauarbeiten in Eberstadt doppelt bestraft“, kritisiert Sperling die Fahrplaneinschränkungen, „durch den Ausfall der Linie 6 kommt die Bahn nicht mehr alle 7,5 Minuten, sondern alle 15 und dann ist Bahn wohl möglich voll und der Fahrgast muss auf die nächste warten.“
Auch wenn der Schienenersatzverkehr eine zusätzliche finanzielle Belastung für den städtischen Haushalt sei, müsse für die noch verbleibenden 5 Wochen Sommerferien eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, fordert der GRÜNE Stadtverordnete.
„Es reicht, wenn den Fahrgästen mehrmaliges Umsteigen zwischen Bus und Straßenbahn zugemutet wird“, so Sperling abschließend, „dann müssen wenigsten eine vernünftige Taktung und ausreichende Kapazitäten angeboten werden.“

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