Landesregierung sagt Internationale Bauausstellung ab - FDP und CDU in Darmstadt schweigen. (14.07.2009)

„Die Absage der Landesregierung an eine Internationale Bauausstellung ist ein weiterer Beleg für die Kurzsichtigkeit der Regierung unter Roland Koch“, bewertet Brigitte Lindscheid, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter GRÜNEN das plötzliche 'Aus' des für 10 Jahre angelegten Projektes durch die Schwarz-Gelbe Landesregierung, „hier wird in Krisenzeiten sträflich eine große Chance vertan ein zukunftsweisendes Projekt in Gang zu setzen, von dem das ganze Rhein-Main-Gebiet profitieren könnte.“
Die fast einstimmige Zustimmung im Stadtparlament im März diesen Jahres für eine Beteiligung der Stadt Darmstadt habe die parteiübergreifende Bereitschaft gezeigt sich im europäischen Wettbewerb neu zu positionieren.
„Wir wundern uns sehr über die schweigsame Zurückhaltung von FDP und CDU in Darmstadt, die hier voll hinter dem Projekt IBA standen, deren Landtagsabgeordnete dann aber in Wiesbaden das Fähnlein gewechselt haben“, so Lindscheid weiter, „auch von der ehemaligen Hessischen Kultusministerin Ruth Wagner, einer Verfechterin der Internationalen Bauausstellung, die gerne ihren immer noch großen Einfluss im Landtag ins Feld führt, haben wir bislang keine Stellungnahme zu dieser vertanen Großchance vernommen.“
Eine breite Mehrheit im Stadtparlament habe sich hinter den Vorschlag gestellt, im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung folgende städtebauliche Projekte anzustoßen: die Gestaltung der Ostseite der Mathildenhöhe mit der Verbindung der Rosenhöhe zum Oberfeld, den Entwurf eines geschlossenen innerstädtischen Grüngürtels, die städtebaulich und architektonisch anspruchsvolle Gestaltung neuer Wohngebiete auf den Konversionsflächen der US-Armee und eine gemeinsame Planung der wichtigen Nutzungsmöglichkeiten bei der denkmalgerechten Sanierung des Schlosses.
„Die Darmstädter Kulturausschussvorsitzende Ruth Wagner muss sich nun fragen lassen, wie diese für Darmstadt mit großem stadtplanerischen Potential verbundenen Vorhaben langfristig realisiert werden können“, so Lindscheid abschließend.

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