Feinstaubgrenzwerte in Darmstadt an 33 von 35 tolerierten Tagen überschritten - GRÜNE fordern Sofortmaßnahmen. (03.07.2009)

„Der Feinstaubbelastung in Darmstadt müssen unverzüglich angemessene Sofortmaßnahmen entgegengesetzt werden“, kommentiert Doris Fröhlich, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion die aktuellen Messwertüberschreitungen in der Darmstädter Hügelstrasse, „ dieser Entwicklung muss sofort entgegengesteuert werden, bei anhaltender Wetterlage ist ein Erreichen der Obergrenze von mehr als 35 erlaubten Tagen schon für das kommende Wochenende zu erwarten.“
Darmstadt sei laut der jüngsten Untersuchungsergebnisse Spitzenreiter in Sachen Feinstaub in Hessen und habe die zulässigen Höchstwerte bereits an 33 von 35 erlaubten Tagen überschritten. Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie fordere nun Tempo 30 für feinstaubbelastete Hauptverkehrsstrassen in Städten. Damit lasse sich erreichen, dass der Grenzwert an 10 Tagen weniger überschritten werde als bei Tempo 50, so die Behörde.
„Die GRÜNE Fraktion wird in die nächste Stadtverordnetenversammlung einen Dringlichkeitsantrag einbringen, um dieser katastrophalen Entwicklung umgehend entgegenzusteuern“, so Fröhlich weiter, „es muss unverzüglich geprüft werden, in welchen Hauptverkehrsstrassen die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert werden kann, bevor Anfang Oktober mit Beginn des Herbstes und der damit verbundenen Inversionswetterlagen eine weitere Steigerung der Feinstaubbelastung droht.“
Laut Auskunft des Bundesumweltministeriums könne Darmstadt verkehrsberuhigende Maßnahmen jeglicher Art ergreifen, solange diese keinen Aktionsplan erforderlich machten. Dies könne bedeuten: Tempo 30 auf allen Darmstädter Straßen, die nicht Bestandteil des Bundesstraßennetzes sind.
„Außer Tempo 30 besteht noch die Möglichkeit, Straßen in hoch belasteten Gegenden komplett für den Kraftverkehr zu sperren und beim LKW-Durchfahrtverbot die Untergrenze der Tonnage von 3,5 Tonnen auf 2,8 Tonnen zu senken“, schlägt die GRÜNE Umweltpolitikerin vor.
Die GRÜNEN forderten, den Magistrat mit der unverzüglichen Prüfung dieser und weiterer Maßnahmen zu beauftragen, so Fröhlich abschließend.

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