Südhessen hat einen Grund zu feiern - GRÜNE begrüßen Urteil gegen Laufzeitverlängerung von Biblis A und Brunsbüttel. (26.03.2009)

„Das ist ein Tag der Freude - auch und besonders für die EinwohnerInnen im Süden Darmstadts, die der Gefahr die von dem Kernkraftwerk Biblis ausgeht besonders ausgesetzt sind“, kommentiert Brigitte Lindscheid, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter GRÜNEN, das Scheitern der Kraftwerksbetreiber RWE Power und Vattenfall vor dem Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig mit ihrer Forderung sogenannte Reststrommengen des lange stillgelegten Atomkraftwerkes Mülheim-Kärlich auf die Kraftwerke Biblis A und Brunsbüttel zu übertragen.
„Die Tage des maroden Atommeilers Biblis A sind gezählt, der Abschaltung in 2010 steht nun nichts mehr im Weg“, so Lindscheid weiter, „und das Gericht hat zudem ein richtungweisendes Urteil gefällt. Zwar sind Strommengen auf andere Kraftwerke übertragbar, aber nur von älteren auf jüngere Reaktoren und nicht umgekehrt.“
Die Verschleppung der Abschaltung durch eine künstlich in die Länge gezogene Revision widerspreche dem auch von RWE unterschriebenen Vertrag über den Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft. Mit dem untauglichen und unredlichen Versuch, den Schrottreaktor Biblis A weiter am Netz zu halten, sei RWE grandios gescheitert, so die GRÜNE Fraktionsvorsitzende.
„Es ist an der Zeit zügig den Atomausstieg weiter voran zu treiben und Konzepte zu erarbeiten, wie die kontaminierten Schrottreaktoren verantwortungsvoll und sicher entsorgt werden können“, fordert Lothar Petry, energiepolitischer Sprecher der Darmstädter GRÜNEN, „und wir fordern den Kraftwerksbetreiber RWE auf, Biblis als Kraftwerksstandort für alternative, nachhaltige Energiegewinnung für die Zukunft zu sichern.“
Ein solches Kraftwerk könne beispielsweise ein mit Restholz gefeuertes Kraftwerk sein, aber auch ein Geothermie-Pilotkraftwerk sei denkbar. Nur: RWE müsse dann eben umdenken. Die Infrastruktur (Anbindung an das Hochspannungsnetz, das  Bahnnetz, das Autobahnnetz  und das Wasserstraßennetz) sei ideal, so Petry abschließend, die Arbeiter und Angestellten des Kraftwerks ließen sich sicherlich gerne umschulen, wenn sie dafür sichere Arbeitsplätze in der von den GRÜNEN seit langem geförderten und in Hessen sträflich vernachlässigten Zukunftsbranche "Erneuerbare Energien" erhielten.

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