GRÜNE: detaillierte Berichte aus dem Heag-Aufsichtsrat trotz Verschwiegenheitsgebot. (30.11.2010)

„Selten wurde in der Presse derart detailliert aus einem Aufsichtsrat berichtet“, wundern sich die stellvertretenden GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden Hildegard Förster-Heldmann und Yücel Akdeniz, „das mag zwar interessant sein, das im Aktienrecht verankerte Verschwiegenheitsgebot wird so im Fall der Heag Holding auf ganzer Linie missachtet.“

Der Vorwurf, die Entscheidung des Kontrollgremiums, Walter Hoffmann den Vorsitz zu entziehen, verstoße gegen einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sei unverständlich, so die beiden GRÜNEN-Politiker. „Die Stadtverordneten haben nicht beschlossen, dass der Oberbürgermeister sich gleichzeitig zwei Hüte aufsetzen soll - den der Heag Holding und den der HSE. Die Abwahl von Walter Hoffmann ist eine logische Folge dieses Konfliktes.“

 Wenig freundlich sei in diesem Zusammenhang der Hinweis der SPD, die Aufsichtsratssitzung sei 'chaotisch' verlaufen, liege die Sitzungsleitung doch in der Hand des Oberbürgermeisters, urteilen die beiden GRÜNEN. Darüber hinaus sei es durchaus vernünftig, dass der Aufsichtsrat eine Neubewertung der Aktien gefordert habe. „An dieser Stelle stellt sich demgegenüber die Frage, in welchem Universum die Herren Filbert und Hoffmann leben“, ergänzen Förster-Heldmann und Akdeniz abschließend, „Die Haltung der schwarz-gelben Bundesregierung zum Atomausstieg ist spätestens seit der Bundestagswahl 2009 hinlänglich bekannt.

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