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Kinderbetreuungsnotstand - GRÜNE: nach wie vor Defizite in allen Bereichen der Kinderbetreuung – bei U3, im Kindergarten und bei der Betreuung im Grundschulalter.

„Es besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf. Trotz Öffnung einiger neuer Kindertagesstätten und stark gestiegener Ausgaben im Betreuungsbereich gibt es keinen Grund sich zurückzulehnen“, stellt Yücel Akdeniz sozial- und betreuungspolitischer Sprecher der Darmstädter GRÜNEN fest, „im Gegenteil, besonders im Kindergartenbereich und bei der Betreuung im Grundschulalter ist festzustellen, dass diese Bereiche in den letzten Jahren zu Gunsten der U3-Betreuung vernachlässigt wurden. Allein im Kindergartenbereich fehlen 2011 trotz des verbrieften Rechts auf einen Betreuungsplatz offiziell 100 Betreuungsplätze.“

Zur kurzfristigen Entlastung sei von der GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion im November 2010 ein Antrag eingebracht worden, zu überprüfen, inwieweit fehlende Kindergartenplätze durch die Einrichtung zusätzlicher Waldkindergartengruppen ausgeglichen werden könnten, so Akdeniz. „Das ist eine kostengünstige Maßnahme, die ohne großen Aufwand für Eltern, die sich diese Betreuungsform vorstellen können, schnell umgesetzt werden kann.“ Die erneute Nachfrage, welches Ergebnis diese Überprüfung gebracht habe, sei vom zuständigen Amt bislang nicht beantwortet worden.

Grundsätzlich gälte, dass Kinderbetreuung in Darmstadt künftig zuverlässiger und mit hoher Planungssicherheit für Eltern und Kinder organisiert werden müsse, so Akdeniz weiter. „Aus dem Recht der Kinder auf individuelle Förderung und Unterstützung zur Stärkung ihrer Bildungs- und Teilhabechancen setzen wir uns darüber hinaus für beitragsfreie Kindergartenplätze ein.“

„Wir unterstützen die geplante Aktion betroffener Eltern, die am kommenden Montag (28.02.) bei der letzten Stadtverordnetenversammlung der laufenden Wahlperiode auf den Betreuungsnotstand aufmerksam machen wollen“, erklärt Akdeniz, „eine ähnliche Initiative hat vor zwei Jahren zumindest kurzfristig eine gewisse Aufmerksamkeit erregt und einigen betroffenen Eltern geholfen.“

Sigrid Clemens-Neumayer, die bereits an der Aktion der Initiative 1Kind1Platz vor zwei Jahren beteiligt war und inzwischen als GRÜNE Stadtverordnete nachgerückt sei, habe die aktuelle Aktion organisiert. „Es gibt keinen Planungsprozess, der zuständige Dezernent reagiert lediglich auf Druck. Eltern bleiben immer noch bis kurz vor Schluss im Unklaren, ob sie einen Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen“, kritisiert, Clemens-Neumayer, die als Mutter eines 6-jährigen Sohnes selbst betroffen ist, „Wer sich nicht selbst organisieren kann, bleibt auf der Strecke.“

„Es ist sehr erwünscht, dass sich Eltern aktiv am Aufbau von Krabbelstuben beteiligen“, erklärt Akdeniz, „dafür benötigen sie aber eine zuverlässige Unterstützung und Steuerung aus dem Familiendezernat und verbindliche Zusicherung finanzieller Ressourcen.“.

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