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Holbein-Madonna - Verkauf ist ein Verlust für Darmstadt.

"Es ist sehr bedauerlich, dass die Holbein-Madonna jetzt für das Land Hessen und die Stadt Darmstadt verloren geht“, kommentiert Hildegard Förster-Heldmann, kulturpolitische Sprecherin und Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Darmstadt den Verkauf des Gemäldes an einen baden-württembergischen Großindustriellen, „darüber tröstet auch die Ankündigung des Käufers, das Bild auch nach Darmstadt auszuleihen nicht hinweg.“

Es sei schade, dass letztlich ein rein kommerzielles Interesse ausschlaggebend für den Verkauf gewesen sei. 40 Millionen Euro aus privater und öffentlicher Hand seien offensichtlich nicht genug gewesen, um das Kunstwerk für Hessen und Darmstadt zu erhalten.

„Die Holbein-Madonna wurde bislang im Allgemeinen als 'Darmstädter Madonna' bezeichnet. Diese Zusammengehörigkeit ist mit dem Verkauf verloren gegangen - die Madonna ist damit auch eines Teils ihres ideellen Wertes beraubt“, so Förster-Heldmann, „auch eine eventuelle Ausleihe nach Darmstadt kann dies nicht wiederherstellen.“

Da das Haus von Hessen die Madonna unbedingt gewinnbringend veräußern wollte, sei es zumindest begrüßenswert, dass ein Kunstliebhaber wie Reinhold Würth nun Eigentümer des Meisterwerkes sei. Ein Verkauf ins Ausland sei aus rechtlichen Gründen glücklicherweise nicht möglich gewesen.
„Bleibt zu hoffen, dass das Haus von Hessen nun einen Teil des Vermögens, dass durch den Verkauf der Madonna in die Familienkasse fließt dazu nutzt, endlich der Verpflichtung nachzukommen, den Spanischen Turm auf der Darmstädter Rosenhöhe denkmalgerecht zu sanieren, ergänzt die GRÜNE Kulturpolitikerin abschließend.“

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