GRÜNE und CDU: Beispielloser Fehlstart von Christine Scheel als HSE-Vorstand.

„Der erste Auftritt von Christine Scheel hat unsere Befürchtungen hinsichtlich ihrer Eignung für den HSE-Vorstandsjob bestätigt“, erklären die beiden Parteivorsitzenden von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und CDU, Hildegard Förster-Heldmann und Ctirad Kotoucek, "wir hätten es nicht für möglich gehalten, dass ausgerechnet eine langjährige ehemalige Parlamentarierin einen mit großer Einmütigkeit gefassten Beschluss des Stadtparlaments benutzt, um eine Drohkulisse aufzubauen und Bürgerschaft und Mitarbeiter durch hanebüchene Behauptungen zu verunsichern".

"Nicht zuletzt, wenn es um die Bonität des Unternehmens und beispielsweise Bürgschaften ging, war die Stadt Darmstadt stets ein verlässlicher Partner der HSE", betonen die beiden Parteisprecher. “Daran hat sich nichts geändert. Frau Scheel scheint hier ein Informationsdefizit zu haben, das einem Vorstand, der für Unternehmenskommunikation zuständig ist, nicht gerecht wird."

Der mit einer Gegenstimme gefasste Beschluss des Stadtparlaments in 2010, die HSE zu rekommunalisieren, ziele nicht darauf ab, den städtischen Anteil dauerhaft zu maximieren, sondern anschließend städtischerseits eine Auswahl strategischer Partner selbst vornehmen zu können und beispielsweise benachbarte Kommunen einzubeziehen, so Förster-Heldmann und Kotoucek. Der Beschluss dokumentierte seinerzeit zudem die endgültige Abkehr von der Kernenergie in eine Zukunft ohne den Atomkonzern Eon. Diese Strategie sei seit langem auch gemeinsam mit dem ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Albert Filbert in die Wege geleitet worden. Scheels Einlassung, sie habe schließlich nicht bei einem kommunalen Energieversorger angeheuert, erscheine in diesem Zusammenhang höchst befremdlich.

"Mit ihrem indiskutablen Auftritt schadet Frau Scheel dem Unternehmen HSE, der Glaubwürdigkeit der Energiewende, der Stadt Darmstadt mit Oberbürgermeister Partsch an ihrer Spitze und nicht zuletzt dem Ansehen des gesamten Darmstädter Stadtparlaments", stellen die beiden Kommunalpolitiker fest, "Ein verheerender Einstand für jemanden, der angetreten ist als Vorstand für Unternehmenskommunikation das Verhältnis zum größtem Anteilseigner der HSE - der Stadt Darmstadt - zu verbessern."
In der augenblicklichen Situation sei es wichtig, die geplante Rekommunalisierung gemeinsam in Ruhe und sachlich zu beraten und mit allen Beteiligten klug zu gestalten, so Förster-Heldmann und Kotoucek abschließend.  „Das Unternehmen, dass in den letzten Jahren durchaus auch kritische Entwicklungen verzeichnet hat, muss zum Wohle aller Beteiligten, insbesondere auch der Beschäftigten, auf einem berechenbaren ökologisch und ökonomisch vertretbaren Kurs gebracht und gehalten werden. Frau Scheels Affront gegen die Stadt kann in seiner Beispiellosigkeit nicht ohne Konsequenzen bleiben“.

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