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Grün-Schwarz: „Carsharing ausbauen – Maut auf B 26 einführen“

Mit zwei Anträgen verdeutlicht die grün-schwarze Koalition in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung ihre Standpunkte zu zentralen Punkten der Mobilität in und um Darmstadt. Zum einen soll die Möglichkeit zur Einrichtungen von Carsharing-Stationen geprüft werden, zum anderen wird der Bund aufgefordert, die B 26 zwischen Dieburg und Darmstadt in die Liste mautpflichtiger Bundesstraßen aufzunehmen.

Felix Weidner und Ludwig Achenbach, Verkehrspolitische Sprecher der GRÜNEN und der CDU, betonen die massiven Beeinträchtigungen durch den Schwerlastverkehr im Stadtgebiet. „Die von Bürgermeister Rafael Reißer verstärkt angeordneten Kontrollen des LKW-Durchfahrtverbotes und die dabei erfasste Zahl nicht berechtigter LKW-Durchfahrten durch Darmstadt untermauern die Annahme, dass die B 26 als Maut-Ausweichstrecke genutzt wird. Daher fordern wir den Bund auf, die LKW-Mautplicht auf die B 26 zwischen Dieburg und Darmstadt auszuweiten. Der Magistrat soll mit einem klaren Auftrag ausgestattet werden, die Einführung einer Maut beim Bund nachdrücklich einzufordern und damit das Stadtgebiet von Teilen das Durchgangsverkehrs zu entlasten. Dies ist auch im Hinblick auf die Feinstaubproblematik, den Verkehrslärm und den Zustand der Straßen in Darmstadt dringend erforderlich,“ so die beiden Verkehrspolitiker.

Darüberhinaus setzt sich die GRÜN-schwarze Koalition für die Einrichtung von Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum ein. Der Magistrat soll dazu die Möglichkeiten ausloten sowie die rechtlichen Grundlagen überprüfen. Weidner und Achenbach sehen im Carsharing einen weiteren Baustein im städtischen Mobilitätskonzept. „Jedes Carsharingfahrzeug ersetzt zwischen vier und acht private PKW, was Parkdruck im öffentlichen Raum reduziert und Parksuchverkehr vermeidet. Darüberhinaus verfügen die Carsharing-Flotten meist über modernste Umwelttechnologie und Nutzerinnen und Nutzer verursachen deutlich niedrigere CO2-Emissionen pro Kopf und Jahr als private Fahrzeugbesitzer“, so Weidner und Achenbach. „Ein wesentliches Wachstums-Hemmnis für Carsharing ist allerdings die Verfügbarkeit von Stellplätzen. Daher wird der Magistrat gebeten, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen und die rechtlichen Schritte vorzubereiten, damit sich in Darmstadt mehr Carsharing-Angebote etablieren können“, begründen die beiden Verkehrspolitiker den Antrag. „Eine wohnortnahe Versorgung muss gewährleistet werden, damit sich die positiven Aspekte des „Auto-Teilens“ weiter durchsetzen können“, so Weidner und Achenbach abschließend.

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