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Weltkulturerbe-Bewerbung - Koalition verwundert über Anschuldigungen der Bürgerinitiative SOS Mathildenhöhe.

"Mit Befremden nehmen wir zur Kenntnis, dass die Bürgerinitiative SOS Mathildenhöhe am 04.07. zu einer Informationsveranstaltung einlädt, nachdem auf Einladung des Oberbürgermeisters und des Kulturamtes bereits am 29.06. eine Informationsveranstaltung zur Weltkulturerbe-Bewerbung geplant ist", kommentieren Hildegard Förster-Heldmann (B 90/DIE GRÜNEN), Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Darmstadt und Ctirad Kotoucek, kulturpolitischer Sprecher der CDU einen Offenen Brief der Bürgerinitiative an Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Nach einer von über 200 Bürgerinnen und Bürgern besuchten öffentlichen Veranstaltung im März diesen Jahres sei dies bereits die zweite umfassende Informationsveranstaltung bevor die Bewerbung zur Aufnahme auf die Tentativliste zum Weltkulturerbe eingereicht werde, erklären die beiden Kulturpolitiker.

"Es ist anmaßend, wie der Sprecher der Bürgerinitiative von einer Täuschung der Bürgerinnen und Bürger spricht", kritisieren Förster-Heldmann und Kotoucek. So transparent wie das Bewerbungsverfahren verlaufe, seien vergleichbare Prozesse in der Vergangenheit nicht angegangen worden.

"Auch die inhaltliche Kritik teilen wir nicht", erklären die Koalitionäre, "im Gegensatz zur Argumentation der SOS Mathildenhöhe, die sich rein an zweifelhaften architektonischen Kriterien abarbeitet, betrachtet das Oechslin-Gutachten die Mathildenhöhe als Gesamtheit ihrer Bestandteile, sozusagen als komplexe kulturelle Gesamtschöpfung."

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