Zukünftig Angebote für Kinder und Jugendliche sichern

Als bedauerlichen, doch unumgänglichen Schritt bezeichnen Florian Gernhardt, sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN Stadtverordnetenfraktion, und Wilhelm Kins, Vorsitzender des Sozialausschusses, die geplante Aufgabe des Albert-Schweitzer-Hauses (ASH) in Lindenfels durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die finanzielle Situation der Stadt und der Wunsch nach Erhalt von anderweitigen Freizeitmaßnahmen für Kinder und Jugendliche machen diesen Schritt notwendig. Auch betonen beide Sozialpolitiker, dass sich die Darmstädter Sozialpolitik nicht über einen bestimmten Ort oder ein Gebäude definieren darf.
„Die prekäre Situation des Darmstädter Haushaltes erfordert gravierende Maßnahmen, um als Kommune auch zukünftig handlungsfähig zu bleiben. Wir sind als Koalition mit der Maßgabe angetreten, die Finanzlage der Stadt zu sanieren und in absehbarer Zeit einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen“, erläutern Florian Gernhardt und Wilhelm Kins die Zielsetzung der grün-schwarzen Koalition. „Unter den finanziellen Rahmenbedingungen wollen wir weiter eine emanzipatorische und partizipative Sozialpolitik leisten. Hier muss die Situation der Stadt in Einklang mit den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gebracht werden. Aufgrund des hohen Sanierungsbedarfes des ASH und den daraus resultierenden schlechten Belegungszahlen entsteht der Stadt jährlich ein Defizit von über 350 000 Euro. Dies ist nicht mehr vertretbar“, so die beiden Sozialpolitiker. „Darüber hinaus würde eine Sanierung des Gebäudes mindestens zwei Millionen Euro kosten. Auch dies ist von der Stadt nicht zu leisten.“
„Mit den eingesparten Ausgaben wird das Sozialdezernat seine Handlungsfähigkeit ausbauen und die Organisation und Durchführung von Ferienfreizeiten, besonders für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, an anderen Orten unter anderer Trägerschaft weiterführen. Durch den schweren Schritt, das ASH zu schließen, werden wir in der Lage sein, sogar noch mehr Angebote für Darmstädter Kinder vorzuhalten“, so Gernhardt und Kins.
Abschließend betonten beide Sozialpolitiker, dass die Darmstädter Sozialpolitik sich nicht über den Betrieb einzelner Gebäude definiert. „Mit dem Schritt, das ASH abzugeben, sichert die Stadt zukünftige Angebote für Kinder und Jugendliche. Wir haben uns diesen Schritt nicht leicht gemacht, doch unter den gegebenen Voraussetzungen müssen wir der Handlungsfähigkeit der Darmstädter Sozialpolitik eine höhere Priorität einräumen als dem Weiterbetrieb einer einzelnen Einrichtung.“

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