Grün-schwarze Koalition weist Kritik des Gewerbevereins Kranichstein vehement zurück

Mit Empörung haben Yücel Akdeniz, Grüner Fraktionsvorsitzender und Stadtverordneter aus Kranichstein, und Andrea Reißer, Stadtverordnete der CDU und stellvertretende Vorsitzende des Stadtbezirks CDU Kranichstein, auf die Kritik des Kranichsteiner Gewerbevereins (GVK) reagiert, das Wohngebiet K6 würde sich vom restlichen Stadtteil abschotten. Frau Poth, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, sei mit dieser Aussage weit über ihr selbst erklärtes Ziel hinausgeschossen. Kein Verständnis zeigten die Stadtverordneten der grün-schwarzen Koalition auch für die Wortwahl des Gewerbevereins, die „geschichtsvergessend“ sei.
Der Vorwurf Ulrike Poths und Santi Umberti vom GVK, der Stadtteil K6 würde sich abschotten, wird von der grün-schwarzen Koalition zurückgewiesen. „Die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils haben sich stets offen dem gesamten Stadtteil gezeigt und setzen sich seit dessen Bestehen für ein freundschaftliches und offenes Miteinander ein. Zahlreiche integrative Wohnprojekte haben sich in K6 angesiedelt, da hier ein weltoffenes Miteinander gelebt wird. Der Vorwurf von Seiten des GVK, K6 würde sich bewusst abschotten, ist aus der Luft gegriffen und hat für Empörung bei den dortigen Bewohnerinnen und Bewohnern gesorgt. Die Schallschutzwand ist eine Auflage des Schallschutzgutachtens und notwendig, um K 6 vor dem Verkehrslärm der umliegenden Straßen zu schützen. Die Anwohnerinnen und Anwohner warten seit Jahren auf diese Entlastung. Darüber hinaus finden in der Schallschutzmauer aus Sandstein Pflanzen und Tiere neuen Lebensraum. Somit wird sich das optische Erscheinungsbild im Laufe der Zeit positiv verändern“, so Akdeniz und Reißer. Verwundert zeigten sich Akdeniz und Reisser über die Kritik des GVK am optischen Erscheinungsbild der Mauer. „Herr Umberti sollte über die Planung und die Optik der Schallschutzwand, die noch aus Zeiten des Baudezernenten Wenzel stammte, als SPD-Stadtverordneter eigentlich rechtzeitig informiert worden sein.“
Besonders die Wortwahl des Gewerbevereins stößt bei den Stadtverordneten Akdeniz und Reißer auf Unverständnis. „Wer in einem solchen Zusammenhang von Ghetto spricht, zeigt sehr deutlich, dass hier fahrlässig und geschichtsvergessend mit einem solchen Begriff hantiert wird. Dieser Begrifflichkeit des GVK widersprechen wir vehement“, so Akdeniz und Reißer.
„Der Vorstoß von Frau Poth ist über ihr Ziel herausgeschossen. Statt konstruktive Kritik, wie angekündigt, zu üben, sorgt der Gewerbeverein mit seinen unbedachten Äußerungen für Unmut und Missverständnis im Stadtteil und trägt im schlimmsten Fall selber zu einer Spaltung innerhalb von Kranichstein bei. So etwas ist im Hinblick einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Stadtortes nicht förderlich und hat mit konstruktiver Kritik nichts mehr zu tun“, so Akdeniz und Reißer abschließend.

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