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Grün-Schwarze Koalition hält an Wildtierverbot für Zirkusse fest.

"Die Behauptung der Antrag zu einem Wildtierverbot für Zirkusse, die in Darmstadt gastieren sei rechtswidrig ist falsch und soll dazu führen, Tierschützer zu verunsichern", betonen Sabine Crook (GRÜNE) und Karl-Heinz Töns (CDU) Sprecher der Koalitionsfraktionen für Tierschutz, "Es gibt eine ganze Reihe übergeordneter Organe, die die Auffassung vertreten, ein kommunales Wildtierverbot sei rechtens. Wir sehen uns in dieser Hinsicht gut beraten."

"Wildtiere gehören nicht in den Zirkus. Das Dressieren, Transportieren und Vorführen von Wildtieren entspricht nicht ihren natürlichen Lebensbedingungen", erklären Crook und Töns, "Es ist daher aus unserer Sicht falsch eine Diskussion darüber zu führen, ob Wildtiere in bestimmten Zirkusbetrieben besser behandelt werden als in anderen. Es handelt sich vielmehr um eine grundsätzliche ethische Position."

Auch der Vorwurf, ein Wildtierverbot in Zirkussen käme einem Berufsverbot für Tierlehrer gleich sei haltlos. "Das Bundesjustizministerium sieht lediglich die Berufsausübungsfreiheit davon berührt, es bleibt Tierlehrern unbenommen mit allen Tierarten zu arbeiten , die nicht dem Wildtierverbot unterliegen", ergänzen die Koalitionspolitiker, "Der Tierschutz ist als Staatsziel im Grundgesetz verankert und ist als wichtiges Gemeinschaftsgut einer Berufsausübungsfreiheit immer übergeordnet. Zirkusunternehmen, die anderer Ansicht sind, bleibt der Rechtsweg unbenommen."

Ein ähnliches Wildtierverbot wie in Darmstadt sei von einer ganzen Reihe anderer Städte in Deutschland erlassen worden, da bislang noch kein übergeordnetes Gesetz verabschiedet wurde, so Crook und Töns abschließend.

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