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Wirtschafts-und Verkehrsminister Rentsch lässt sich von Bahn-Argumenten einlullen - GRÜN-Schwarze Koalition betont parteiübergreifende Einigkeit in der ICE-Frage.

„Es gibt kein Thema zu dem es in den letzten Jahren eine derart parteiübergreifende Mehrheit unter den Darmstädter Stadtverordneten gab, wie bei dem Wunsch nach einer ICE-Vollanbindung des Hauptbahnhofes“, heben die Fraktionsvorsitzenden der grün-schwarzen Koalition Hildegard Förster-Heldmann, Yücel Akdeniz (GRÜNE) und Hartwig Jourdan (CDU) hervor, „eine Einigkeit, die auch von den wichtigen Entscheidungsträgern des betroffenen Umlandes getragen wird.“

Es sei völlig unverständlich, dass ausgerechnet der Wirtschafts-und Verkehrsminister gegen die von breiter Mehrheit geschlossen getragenen Interessen einer Region mit über 1 Million Einwohner vorgehe und sich dem Kurs der Bahn beuge, erklären die Koalitionspolitiker, mit der Abwahl von Walter Hoffmann als Oberbürgermeister und einzigem Gegner einer Vollanbindung sei diese Flanke gerade erst geschlossen worden.

„Es ist absurd, dass Minister Rentsch als Hauptargument gegen die Trasse durch den Darmstädter Hauptbahnhof eine Zunahme an Lärm anführt. Dabei fallen die umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen, die mit einem Ausbau einhergehen völlig unter den Tisch“, so Förster-Heldmann, Akdeniz und Jourdan weiter, „Er greift damit die von Bahn-Sprechern kolportierten Schauergeschichten von Hunderten von Zügen auf, die mit Höchstgeschwindigkeit durch die Stadtteile donnern. Aber auch diese Wiederbelebung alter Scheinargumente wird daran nichts ändern, dass eine breite Mehrheit der DarmstädterInnen und der BewohnerInnen des Umlandes hinter diesem Projekt steht.“

Die von Rentsch bevorzugte Westanbindung ohne Halt bringe für die Region alle Belastungen, die auch eine Führung duch den Darmstädter Hauptbahnhof haben, ohne dass damit ein Nutzen einhergehe, kritisieren die Fraktionsvorsitzenden. Dass er die Fußnote im im Bundesverkehrswegeplan, die der Stadt bislang alle Optionen aufrecht erhalte als rechtlich fragwürdig bezeichne, zeige, dass der Minister in dieser Frage ausschließlich die Position der Bahn vertrete.

„Dass Rentsch der Stadt Darmstadt nun den schwarzen Peter zuschiebt und eine über die bereits bestehende Beteiligung an der Finanzierung von Zügen auf den Nahverkehrsstrecken verlangt, rundet diesen lobbyistischen Vorstoß ab“ so Förster-Heldmann, Akdeniz und Jourdan abschließend, „Minister Rentsch und die Bahn wären gut beraten, den Schulterschluss der betroffenen Kommunen zu akzeptieren. Denn ohne die Region wird es auch keine Trasse geben.“

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