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GRÜNE und CDU: "Ruhe fürs Klinikum wichtig" - Fragwürdige Rolle Metzgers.

Die grün-schwarze Koalition bewertet die vollumfängliche Einstellung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen Klinikumgeschäftsführer Gerhard Becker als wichtiges Signal.

"Jetzt kann endlich Ruhe im Klinikum einkehren und die Gerüchteküche kann aufhören zu brodeln. Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Mitarbeiter können sich nun wieder ganz auf die wirklichen Herausforderungen konzentrieren", so Yücel Akdeniz und Hartwig Jourdan, Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/GRÜNE und CDU.

Mit harscher Kritik reagieren die Koalitionspolitiker auf das Vorgehen von Ex-OB Günther Metzger (SPD). Dieser hatte im letzten Jahr Strafanzeige gegen Klinikumgeschäftsführer Becker gestellt und öffentlich schwerste Vorwürfe erhoben - von gesetzeswidrigen Handlungen bis Untreue in Millionenhöhe.
Im Abschlussbericht der Staatsanwaltschaft heißt es nun, die Ermittlungen hätten keinerlei Hinweis auf strafrechtlich relevante Handlungen ergeben.

"Die selbstgerechte Vorgehensweise von Metzger, mit der er nachweislich falsche Anschuldigungen öffentlich vorbringt ist beispiellos. Alle Vorwürfe wurden von der Staatsanwaltschaft nach eingehender Untersuchung umfassend entkräftet. Das wirft einerseits die Frage nach seinem Urteilsvermögen, andererseits nach seiner Motivation auf. Es ist ein bislang nie dagewesener Vorgang, dass ein ehemaliger Oberbürgermeister öffentlich dermaßen schwere Vorwürfe gegen die Geschäftsführung eines städtischen Unternehmens erhebt und diese in Form einer "Dokumentation" an zahlreiche Menschen verteilt. Der Ruf des gesamten Klinikums, aber auch die gute Arbeit, die tagtäglich geleistet wird, haben dadurch über viele Monate gelitten. Die Gesellschafter als auch der Aufsichtsrat, allen voran Klinikdezernent André Schellenberg, haben im Interesse des Klinikums, seiner Mitarbeiter und der Stadt richtig gehandelt. Die Rolle von Herrn Metzger indes war und ist höchst fragwürdig und sein Vorgehen unverantwortlich. Nachdem die Staatsanwaltschaft für Klarheit gesorgt und die Vorwürfe Metzgers entkräftet hat, wäre eine ebenfalls öffentliche Entschuldigung angebracht", unterstreichen Akdeniz und Jourdan.

"Die Zusammenlegung der beiden Standorte, Neubau und Fortentwicklung des Klinikums sowie dauerhaft wirtschaftlich stabile Rahmendingungen sind wichtig für die Existenz unseres städtischen Klinikums. Das ist eine Aufgabe, der sich alle konstruktiven Kräfte in dieser Stadt gemeinsam widmen müssen - zum Wohl der Patienten als auch der Mitarbeiter. Das Klinikum Darmstadt ist für parteipolitische Auseinandersetzungen und Profilierungsversuche denkbar ungeeignet", lautet abschließend auch der Appell der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Hildegard Förster-Heldmann.

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