Koalitionsantrag für legale Graffitifläche soll helfen illegales Graffiti einzudämmen.

„Bei Graffiti geht die öffentliche Wahrnehmung auseinander. Während insbesondere die nicht genehmigte Form von Graffiti als Schmiererei und Vandalismus betrachtet wird, wird sie von anderer Seite als Form von Kunst anerkannt“, erklären Horst Miltenberger sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN und Wilhelm Kins (CDU) Vorsitzender des Sozialausschusses der Stadt Darmstadt. „Die Legalisierung von Flächen ist die einzige Möglichkeit, Graffiti als Kunstform Raum zur Entfaltung zu geben.“

Die Sprayer-Szene wünsche sich inzwischen ebenfalls Angebote für legales Sprayen. Mit einem Prüfantrag in der nächsten Stadtverordnetenversammlung, ob die Mauer am EAD-Gelände im Sensfelder Weg als legale Graffiti-fläche geeignet sei, werde dies von den Koalitionsfraktionen unterstützt, so die beiden Sozialpolitiker.

„Es ist statistisch belegt, dass illegale Graffitis abnehmen, wenn für Graffiti legaler Raum zur Verfügung gestellt wird. Somit muss auch weniger Geld für die Entfernung unerlaubter Wandmalereien aufgewendet werden“, ergänzen Miltenberger und Kins. Laut Deutschem Städtetag sei in Kommunen, die legales Graffiti-Sprayen fördern die Anzahl der illegalen Graffitis erheblich zurückgegangen. „Und: da nicht mehr unter Strafverfolgungsdruck gesprayt wird, steigt auch die Qualität der Graffitis.“

„Viele andere Städte wie München, Potsdam, Helsinki und Wien versuchen bereits auf diese Weise illegale Graffiti einzudämmen und gleichzeitig eine erfolgreiche Form der Prävention zu schaffen“, fügen Miltenberger und Kins abschließend an. „Auf diese Weise können jugend-, sozial-, und kulturpolitische Aspekte gut zusammengebracht werden.“

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