Programm zur Ansiedlung von Flüchtlingen - einstimmiger Beschluss von interfraktionellem Antrag 'Save me'.

„Viele Flüchtlinge sitzen in provisorischen Lagern oder ausweglosen Situationen außerhalb ihrer Heimatländer, meist in Nachbarstaaten, fest. Betroffen sind oft ganze Familien und vor allem Kinder leiden enorm“, erklären die Stadtverordneten Florian Gernhardt (GRÜNE) und Ctirad Kotoucek (CDU) für die Koalitionsfraktionen. „Die Bundesweite Kampagne 'Save me' setzt sich dafür ein, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen, ohne dass diese auf eigene Faust den gefährlichen Weg nach Europa wagen müssen.“

In der letzten Stadtverordnetenversammlung hat die Grün-Schwarze Koalition einen interfraktionellen Antrag hierzu eingebracht, der einstimmig verabschiedet wurde so Gernhardt und Kotoucek weiter. Im Rahmen der Save me-Kampagne unterstreicht die Wissenschaftsstadt Darmstadt darin ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dem bundesweiten Resettlement-Programm zur Aufnahme und Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus Drittstaaten. Wie in vielen anderen Städten hat sich auch in Darmstadt eine Gruppe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gebildet, die sich den Flüchtlingen als Patinnen und Paten für den schwierigen Neuanfang zur Verfügung stellen.

„Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt eine in vielen Bereichen vorbildliche Flüchtlingspolitik“, betonen die beiden Koalitionspolitiker. „Beispieslweise durch eine konsequent dezentrale Unterbringung statt Kasernierung in Heimen. Außerdem wird in Kürze die Clearingstelle zur Beratung und Betreuung hier lebender Asylbewerberinnen und –bewerber ihre Arbeit aufnehmen. Mit diesem Antrag weiten wir unser Engagement auf eine weitere Gruppe Schutz suchender Menschen aus. Das Schicksal von jenen, die unter Kriegen, religiösen und ethnischen Verfolgungen, Gewalt, Unterdrückung und existenzieller Not leiden darf verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürgern nicht gleichgültig sein."

In der Debatte machte Kotoucek deutlich, dass gegenwärtig in den Krisengebieten Irak und Syrien neben vielen anderen insbesondere Christen unter Verfolgungen und Vertreibung leiden und zur Flucht gezwungen sind, um ihr Leben zu retten. "Dort, wo Menschen ihrer Religionszugehörigkeit wegen verfolgt werden, sind wir in einer besonderen Pflicht."

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