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Parkraumbewirtschaftung - Grün-schwarze Koalition setzt weiteres Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um.

„Die geplante Parkraumbewirtschaftung beschränkt sich auf die Kernstadt und die Lincoln-Siedlung. In Stadtteilen wie beispielsweise Arheilgen, Wixhausen, Kranichstein oder Eberstadt, wo kein Parkraummangel herrscht ist dies nicht geplant“, erklären Stefan Opitz (Grüne) und Ludwig Achenbach (CDU), verkehrspolitische Sprecher der grün-schwarzen Koalition. „Wir folgen hier vielen anderen Städten, wo Parkraummanagement und Anwohnerparken erfolgreich praktiziert werden und für eine deutliche Entspannung sorgen. Anwohner müssen sich keine Sorgen machen, wo sie ihr Auto abstellen sollen und Besucher können sich darauf verlassen, dass sie einen Parkplatz finden.“

Parkraum werde vor allem dort bewirtschaftet, wo es weniger Parkplätze gebe, als nachgefragt würden. Dies führe zu einer erhöhten Verkehrs- und damit auch zu erhöhter Lärm- und Umweltbelastung. Auch bewusstes Falschparken nehme durch einen hohen Parkdruck zu, so die Stadtverordneten.
„Modellquartiere werden zu Beginn das Johannesviertel und das Woogsviertel sein, da dort erhebliche Parkplatzprobleme bestehen. Die Einführung dort erfolgt im Dialog mit den Beteiligten“, führen Opitz und Achenbach aus, „Die Gebühren sollen natürlich deutlich unter den üblichen Mieten für private Stellplätze und Garagen liegen.“

Das Parkraumbewirtschaftungskonzept werde insbesondere in den innenstadtnahen Quartieren mit einem hohen Anteil an Fremdparkern zu einer Verbesserung der Parkraumsituation für Anwohner sorgen, verdeutlichen die Koalitionspolitiker, „Auch Besucher, Kunden und Lieferanten profitieren, denn der Umschlagsgrad der Parkflächen wird erheblich verbessert. Die Anzahl der Parkvorgänge pro Zeitabschnitt steigt und Dauerparken wird verhindert.“

„Unter der Regie einer Parkgesellschaft kann das Thema Parkraummanagement strategisch für die Stadt geplant werden und in weitere Parkflächen, wie beispielsweise am Mercksplatz investiert werden. Eine solche Gesellschaft könne alle Parkplätze im Besitz der Stadt zusammenführen und auch als Preiskorrektiv gegenüber anderen Anbietern wirken.“ Die Parkraumbewirtschaftung sei jedoch nur ein Baustein moderner Mobilitätsplanung. Dazu gehören auch die Ausweitung von Carsharing, um perspektivisch den Verzicht auf Zweit- und Drittfahrzeuge zu erleichtern. Dies mache weiteren, wertvollen innerstädtische Raum frei. „Auch die Überarbeitung der Stellplatzsatzung und weitere Stellschrauben, wie die Planung wohnortnaher Versorgung sind für uns wichtige Bausteine einer urbanen Mobilitätsplanung“, so Opitz und Achenbach abschließend.

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