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Kinderbetreuung genießt weiterhin hohe Priorität bei der grün-schwarzen Koalition: Während im Umland die Gebühren für Kinderbetreuung bei gleichbleibender Qualität teils kräftig erhöht wurden, wird in Darmstadt in die Qualität investiert und städtische Zuschüsse zugunsten sinkender Elternbeiträge ausgeweitet.

„Nach vier Jahren kontinuierlichen Anstrengungen im Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren wie auch im Kindergartenalter, müssen sich keine Eltern mehr Sorgen darüber machen, ob sie einen Betreuungsplatz für ihre Kleinen bekommen. Der aktuell vom Jugendamt vorgelegte Versorgungsbericht zur Kindertagesbetreuung verkündet die erfreulichen Zahlen: Mit einer Versorgungsquote von 44,3% im U3-Bereich wurde das Versorgungsziel bereits zum Ende des vergangenen Jahres so gut wie erreicht, mit 101,2% im Kindergartenbereich sogar übererfüllt. Die hohe Quote im U3-Bereich steht auch für den bildungspolitischen Anspruch, den wir uns auf die Fahnen geschrieben haben: gemeinsames Lernen von Anfang an“, erklären Florian Gernhardt (GRÜNE) und Wilhelm Kins (CDU), Sprecher der Fraktionen für Kinderbetreuung: „Dennoch wird in den Anstrengungen nicht nachgelassen, es sind bereits weitere Projekte in Planung, um auch für eine weiter wachsende Stadt mit zusätzlichen Kindern gerüstet zu sein.“

Nachdem nun die rein quantitativen Ziele in der Kinderbetreuung erreicht wurden, nimmt die Koalition die qualitativen Rahmenbedingungen in den Blick: Bisher können sich in Darmstadt je nach Träger und Einrichtung die baulichen Voraussetzungen, die Personalsituation und auch die Kosten für die Eltern erheblich unterscheiden, so Gernhardt und Kins weiter. „Jetzt hat der Magistrat erstmals für Darmstadt einheitliche Qualitätsstandards für die Kinderbetreuung beschlossen, die für alle von der Stadt bezuschussten Einrichtungen gelten werden. Unser Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bekommt dadurch einen neuen Qualitätsschub.“

„Gegenstand dieser Qualitätsstandards sind u.a. die Gruppengrößen, die Personalversorgung, Instrumente der Qualitätssicherung und bauliche Mindestvorgaben. Dies wird dazu führen, dass sich Eltern in Darmstadt überall darauf verlassen können, einheitliche Standards vorzufinden. Vergleichbarkeit ist aber nicht zu verwechseln mit einheitlichen Betreuungskonzepten“, verdeutlichen die Koalitionäre. Die Betreuungslandschaft in Darmstadt sei vielfältig und soll es auch bleiben. Eltern sollen die Einrichtung wählen können, die ihren pädagogischen Vorstellungen am ehesten entspreche. „Die zahlreichen kleinen freien Träger stellen diese Vielfalt sicher, mussten aber bisher zur Finanzierung ihrer Arbeit oft höhere Beiträge als andere Einrichtungen erheben. Diese Ungleichbehandlung wird nun beendet, da künftig auch von diesen Einrichtungen die förderfähigen Restkosten zu 100% von der Stadt übernommen werden, statt wie bisher nur zu 75%.“

„Die Elternbeiträge werden für alle Einrichtungen auf dem günstigen Niveau der städtischen Kitas und Kindergärten zusammen geführt“, betonen Gernhardt und Kins, für viele Eltern ergebe sich dadurch eine teils erhebliche Reduzierung ihres Beitrags. Und auch für die anderen Familien werden die Beiträge, anders als in vielen Umlandgemeinden, nicht gesondert angehoben. „Darmstadt hat weiterhin mit die geringsten Beiträge für die Kinderbetreuung in der Region.“

Gute Nachrichten also für die Kinderbetreuung in Darmstadt: Genug Plätze für alle, Gebühren müssen nicht erhöht werden, für viele können sie sogar sinken und die Qualitätsstandards werden für alle Einrichtungen auf einem gemeinsamen hohen Niveau festgeschrieben. „Für Eltern ist dies ein Gewinn an Gerechtigkeit bei gleichzeitig optimaler Wahlfreiheit“, so die beiden Sozialpolitiker.

„Durch diese Vorlage wird sichergestellt, dass Eltern in der ganzen Stadt vergleichbare Qualitätsstandards für die Betreuung ihrer Kinder vorfinden. Es darf nicht vom Glück bei der Platzsuche oder von der Höhe des Beitrags abhängig sein, ob die Wünsche der Eltern an einen Betreuungsplatz erfüllt werden können“, schließen Gernhardt und Kins.

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