Die neue Rheinstraßenbrücke – Ein Signal für den Stadteingang

"Der Rheinstraßenbrücken-Entwurf der Bietergemeinschaft Schüßler-Plan / Knight Architects entspricht unserer Intension, die Rheinstraße als Entree zur Wissenschaftsstadt wieder deutlicher und angemessener wahrnehmbar zu machen", so die Fraktionsvorsitzenden Hildegard Förster-Heldmann und Yücel Akdeniz (beide Bündnis 90/DIE GRÜNEN) sowie Hardwig Jourdan (CDU). "Wir sind froh, dass die Umgestaltung durch die Magistratsvorlage zur Beauftragung von Schüßler-Plan / Knight Architects jetzt auf den Weg kommt."
Die Bietergemeinschaft ist der einzige Preisträger des Ende 2015 ausgelobten Wettbewerbs für den Neubau der in die Jahre gekommenen Brücke über die Bahntrasse. "Der Entwurf überzeugt uns, weil er gestalterisch klar strukturiert ist und es schafft, sowohl der verkehrlichen Anforderung dieser viel befahrenen Straße gerecht zu werden, als auch ein deutliches Signal am Stadteingang zu setzen", erläutern die Fraktionsvorsitzenden.

Je eine Viererreihe Masten, die im oberen Bereich beleuchtet sind, wird die beiden Ränder der Brücke säumen. Durch die Verjüngung zu den Enden hin wirken die Masten filigran und elegant. Ihre Doppelfunktion als Beleuchtung der Brücke und Abspannung für die Oberleitung der Straßenbahn trägt zur Klarheit des Entwurfs bei.

"Sie sind schon von Weitem gut wahrnehmbar, vor allem aber bilden sie eine Art Spalier für den 'Langen Lui', der in der Ferne zu sehen ist. Dadurch stellt die moderne Architektur auch einen Bezug zur Geschichte dieser Prachtachse her", so die drei weiter. "Das ist uns wichtig." Auch die historischen Brückenköpfe des ursprünglich 1912 von der preußisch-hessischen Eisenbahnverwaltung errichteten Bauwerks werden schlüssig integriert.

Im Zuge des Neubaus wird die Brücke erheblich verbreitert. Um das hohe Verkehrsaufkommen zu bewältigen, erhalten Autos, Straßenbahn, Fuß- und Radverkehr eigene Spuren, die durch Grünstreifen gegliedert sind. Radfahrerinnen und Radfahrer können die auf jeder Seite 3,50 Meter breiten Fahrradwege jeweils in beide Richtungen nutzen. Der Planung nach werden die Bauarbeiten 2019 beginnen und drei Jahre andauern. In dieser Zeit wird der Verkehr durch eine Einbahnstraßenregelung umgeleitet: Stadteinwärts geht es über die Brücken in der Hilpertstraße und im Stirnweg. Stadtauswärts wird der Autoverkehr vierspurig über die Rheinstraßenbrücke geleitet. Die Straßenbahnverbindung nach Griesheim bleibt während der Bauphase eingleisig bestehen.

"Wenn alles nach Plan läuft, ist das neue Stadtentree zur Landesgartenschau 2022 fertig", freuen sich Förster-Heldmann, Akdeniz und Jourdan.

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