Grüne und CDU zur aktuellen Diskussion zu Unfallopfern unter Radfahrerinnen und Radfahrern - Darmstadt nicht gefährlicher, als als andere hessische Großstädte.

„“Vergleicht man die Zahlen der Unfallopfer unter Radfahrerinnen und Radfahrern in den kreisfreien Städten Hessens lediglich im Bezug auf die Einwohnerzahlen, so ergibt sich ein völlig falsches Bild“, betonen Stefan Opitz (Grüne) und Ctirad Kotoucek (CDU), die verkehrspolitischen Sprecher der grün-schwarzen Koalition. „Dann liegt Darmstadt in der Tat an der Spitze. Darmstadt hat unter den hessischen Großstädten jedoch den höchsten Radverkehrsanteil mit 17 Prozent, Wiesbaden mit 5 Prozent den niedrigsten, Frankfurt liegt bei 13 Prozent, Kassel bei neun. Die Zahl der Unfallopfer im Verhältnis zur Einwohnerzahl ergebe dann ein Bild, bei dem Wiesbaden bei diesen Zahlen vor Darmstadt liegt. Bei aller Beschäftigung mit der Statistik gelte natürlich, dass jeder Unfall einer zu viel sei und Darmstadt alles tun müsse, um diese Zahlen zu verbessern.“

„Es ist eindeutig erwiesen“, so die beiden Stadtverordneten weiter, „dass Radfahrerinnen und Radfahrern auf gekennzeichneten Radspuren auf der Straße am sichersten sind. Dennoch bevorzugt ein Großteil, wenn er die Wahl hat, den Radweg im Seitenbereich des Fußweges – und riskiert Konflikte mit Fußgängerinnen und Fußgängern sowie an Autoausfahrten.“

„Die Koalition will die Akzeptanz und Nutzung von Fahrrädern fördern und eine stetige Erhöhung des Radverkehrs am Gesamtverkehr erreichen“, erklären Opitz und Kotoucek. „Dabei spielen verschiedene Themenkomplexe ineinander. Das beinhaltet den Aus- und Neubau von Radwegen, dazu gehören Tempo-30-Zonen, Fahrradstraßen, Fahrradstreifen und Shared-Space-Bereiche. Aktuell wurde gerade der Ausbau der Heidelberger Straße zwischen Hermann- und Landskronstraße beschlossen, was zu einer erheblichen Verbesserung der Radverbindung in den Darmstädter Süden führt. Weitere Ausbauten folgen. Besonders wichtig sind aber auch rücksichtsvoller und respektvoller Umgang aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer untereinander.“

Nicht zuletzt fordern wir Radfahrerinnen und Radfahrer auf, besonders in der dunklen Jahreszeit auf die eigene Sicherheit zu achten, so die beiden Koalitionäre abschließend. „Dazu gehören: gute Beleuchtung und gute Bremsen, helle Kleidung, Reflektoren und eine Klingel. Aber auch die Beachtung von Verkehrsregeln und gegenseitige Rücksichtnahme und schließlich dort abzusteigen, wo das Radfahren verboten ist.“

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