Tag der Nachhaltigkeit - GRÜNE kritisieren Ideenlosigkeit des
Oberbürgermeisters: Umweltpolitik als Chefsache sieht anders aus. (22.09.2010)

„Im Juni hat Oberbürgermeister Walter Hoffmann seine Vision einer 'Green City Darmstadt' verkündet, jetzt haben wir Ende September und zum 1. Tag der Nachhaltigkeit in Hessen (23.09.) findet in Darmstadt eine Veranstaltung der Landesregierung statt, zu der der Oberbürgermeister ein Grußwort hält. Geht man so als Umweltdezernent und Oberbürgermeister einer Stadt wie Darmstadt eine strategisch zentrale Zukunftsaufgabe, wie die umweltfreundliche und sozio- ökonomische Weiterentwicklung der Stadt an?“, fragt Brigitte Lindscheid, Fraktionsvorsitzende der Darmstädter GRÜNEN.
„Wir erwarten zu einem Schlüsselthema wie der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit weit mehr als ein Lippenbekenntnis zum Elektroauto.“ Die Begrenzung des Begriffes Nachhaltigkeit auf das Thema Mobilität und Verkehrsverhalten sei insgesamt viel zu kurz gegriffen und werde der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen nicht gerecht.
„Unsere Vorstellungen von Darmstadt als einer zukünftigen Stadt der Nachhaltigkeit umfassen weit mehr als diesen einen Teilaspekt“, erklärt Lindscheid, „ ökologische Nachhaltigkeit umschreibt die Zieldimension, Natur und Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten, ökonomische Nachhaltigkeit steht für eine Wirtschaftspolitik, die eine dauerhafte und tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Dies beinhaltet auch den schonenden Umgang mit Ressourcen.“ Der dritte Aspekt der Nachhaltigkeit sei die soziale Entwicklung der Gesellschaft auf eine Weise, die die Partizipation aller Mitglieder der Gemeinschaft ermögliche. Dies umfasse einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte und geschlechtergerechte Gesellschaft zu erreichen.
„Wie ernst es Oberbürgermeister Hoffmann mit seiner Vorstellung einer 'Green City Darmstadt' meint, sieht man an dieser weiteren verpassten Chance die DarmstädterInnen auf dem Weg dorthin mitzunehmen“, so Lindscheid abschließend, „der Oberbürgermeister glänzt ein weiteres Mal vor Ideenlosigkeit.“

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