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Kommunale Galerie - GRÜNE verwundert: erst hü, dann hopp. (26.02.2010)

Es ist gerade mal etwas mehr als zwei Jahre her, dass die Kommunale Galerie aus Kostengründen geschlossen wurde - mit und auch auf Drängen der Kulturausschussvorsitzenden Ruth Wagner - und nun soll die gleiche Institution unter neuem Namen wiederbelebt werden“, wundert sich Hildegard Förster-Heldmann, kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN, „die vorgeschlagene Finanzierung auf Kosten der ausstellenden Künstler halten wir ebenso für höchst fragwürdig.“

Der Prozess, die Kommunale Galerie in ihrer bisherigen Form zu schließen, sei gemeinsam von der damaligen Ampel-Koalition initiiert worden. Er basierte auf dem Konsens, dass eine Kommunale Galerie, die den gemeinsamen Ansprüchen gerecht werden solle, nur mit zusätzlichen Investitionen möglich sei. Da diese Mittel damals, und auch heute nicht verfügbar gewesen seien, habe man die Schließung beschlossen.“

Der Vorschlag, dass die ausstellenden Künstler die Kosten ihrer Ausstellungen selber tragen, bedeutet einen Rückschritt in alte Zeiten, in denen die Selbstausbeutung der Künstler als selbstverständlich betrachtet wurde, während andere Ausstellungsstätten aus dem kommunalen Haushalt finanziert werden“, erklärt Förster-Heldmann, „die Qualität der Präsentationen hat bereits früher extrem darunter gelitten, dass genau das Finanzierungsmodell angewendet wurde, dass Ruth Wagner nun erneut vorschlägt.“

Ausstellungen mit dem einseitigen Schwerpunkt 'Junge Kunst in der Rhein-Main-Region' würden zudem nicht dem Anspruch der Wissenschaftsstadt Darmstadt gerecht, Fördermaßnahmen gleichermaßen an alle Künstler, gleich welchen Alters zu richten, so die GRÜNE Kulturpolitikerin.

Darüber hinaus sei es irrwitzig, dass der FDP-Kreisvorsitzende Leif Blum einerseits den GRÜNEN eine destruktive Haltung gegenüber dem Haushaltssicherungskonzept des Kämmerers vorwerfe, andererseits aber Anträge unterzeichne, die auf eine Ausweitung des Haushaltes hinausliefen.

Diese Politik ist exemplarisch für die FDP“, stellt Förster-Heldmann fest.

 

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