Parkraumbewirtschaftung Marienplatz - GRÜNE erstaunt über kurzfristige Verkaufsabsichten der Stadt. (18.11.2010)

„Das Haushaltssicherungskonzept 2010 ff der Wissenschaftsstadt Darmstadt enthält den Zusatz, kostenpflichtiges Parken auf den Parkplätzen Marienplatz und Mercksplatz zu prüfen“, erklärt Doris Fröhlich, umweltpolitische Sprecherin der Darmstädter GRÜNEN, „meine Kleine Anfrage, wann mit dem Ergebnis dieser Prüfung zu rechnen sei, ergab die überraschende Antwort, dass der Marienplatz noch 2010 verkauft werden soll.“

Dass Stadtrat Wenzel eine Ertüchtigung des Marienplatzes für kostenpflichtiges Parken aus diesem Grund nicht befürwortet sei nachvollziehbar, so Fröhlich. „Dass die Stadtverordneten über die offensichtlich kurzfristigen Verkaufsabsichten nicht informiert sind, ist allerdings völlig inakzeptabel.“

„Der Verkauf des Marienplatzes mit seiner Lage am Rande der Innenstadt, direkt neben dem Staatstheater ist kein Vorgang, den der Baudezernent mal eben innerhalb von zwei Monaten im Alleingang durchziehen kann“ stellt Fröhlich fest, „wir erwarten umgehend detaillierte Informationen über den Sachstand der Verkaufsabsichten.“

Von dieser überraschenden Nachricht abgesehen habe die Antwort auf die Kleine Anfrage der GRÜNEN Stadtverordneten gezeigt, dass sich eine Herstellung von verkehrssicheren Parkplätzen auf dem Marienplatzes und dem Mercksplatz durchaus rentabel sei.

„Der Baudezernent rechnet mit ungefähr 1,2 Millionen Euro um den Marienplatz für gebührenpflichtiges Parken herzurichten. Der Mercksplatz schlägt laut Wenzel mit ungefähr 160.000 Euro zu Buche“, zitiert Fröhlich aus der Antwort auf ihre Kleine Anfrage, „dem stehen Einnahmen in Höhe von ungefähr 450.000 Euro, bei lediglich 15 Cent pro Stunde gegenüber. Wäre der Baudezernent im Bezug auf die Verwertung der beiden Plätze nicht so zögerlich, hätte die Stadt dort in den vergangenen Jahren Millionen einnehmen können.“

Wie mit derSituation weiter umgegangen werde, hänge davon ab, welche Erklärungen zu den kurzfristigen Verkaufsabsichten gegeben würden, so Fröhlich abschließend. „Die GRÜNEN haben klare Vorstellungen von der Verwertung der beiden Plätze und werden diese in die laufenden Haushaltsverhandlungen einbringen.“

 

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