Grün-Schwarze Koalition begrüßt Einführung der Teilhabecard - aktiv gegen Armutsdiskriminierung.

„Mit der Teilhabecard soll einkommensschwachen Menschen ermöglicht werden, einfach und diskrininierungsfrei Zugang zu Bildungs- und Kulturangeboten zu bekommen“, erläutern Horst Miltenberger, sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN und Wilhelm Kins (CDU), Vorsitzender des Sozialausschusses, „statt einen Arbeitslosen-Nachweis beim Eintritt vorzulegen oder eine nachträgliche Erstattung zu beantragen, sollen InhaberInnen die Teilhabecard nur noch vorzeigen müssen.“

„Mit einem bewusst niedrigschwelligen Angebot soll so Familien mit geringem Einkommen der Zugang zu kulturellen und sozialen Angeboten ermöglicht werden“, fahren die beiden Sozialpolitiker fort. „Gerechtigkeit bedeutet in erster Linie Beteiligungsgerechtigkeit. Der Zugang zu den existentiellen Gütern wie Bildung, Gesundheit, einer lebenswerten Umwelt sowie zum Arbeitsmarkt ist Voraussetzung dafür, dass Menschen gesellschaftlich nicht ins Abseits geraten, sondern selbst bestimmt nach ihren individuellen Bedürfnissen ihr Leben gestalten können. Dazu gehört auch Teilhabe zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.“

Die beiden Sozialpolitiker begrüßen die Initiative von Kulturdezernent Oberbürgermeister Jochen Partsch, Sozialdezernentin Barbara Akdeniz und dem Bündnis für Soziale Gerechtigkeit. „Durch die Zusammenarbeit, von der die Menschen im Leistungsbezug des Jobcenters, des Sozialamtes und Asylsuchende profitieren, wird deutlich, dass in Darmstadt gute Netzwerke dazu beitragen, effektive Strukturen aufzubauen und so bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln“, erklären die Sozialpolitiker.
 „Wir hoffen, dass die kultur-, sport- und bildungspolitischen Impulse, die mit der Teilhabecard aktiviert werden dazu beitragen, dass sich noch mehr Menschen mit den vielfältigen lokalen Kulturangeboten identifizieren können“, so die beiden Koalitionäre abschließend. „Ziel ist eine spürbare Verbesserung der Teilhabegerechtigkeit.“

Besonders loben die Politiker auch die Vereinfachung bei der Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder und Jugendliche in Darmstadt. „Dass damit sicherlich noch mehr Kinder und Jugendliche die Angebote des Teilhabepaketes nutzen werden liegt auf der Hand, denn hier spielt der diskriminierungsfreie Zugang eine besondere Rolle. Das ist eine sehr gute Initiative, um Kinder, Jugendliche und vor allem deren Eltern anzusprechen und zur Antragsstellung zu motivieren,“ so Miltenberger und Kins abschließend.

(Bild: © uschi dreiucker/ www.pixelio.de)

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