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Grün-Schwarze Koalition beantragt Prüfung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen.

„Mit 8,2 Millionen in deutschen Haushalten lebenden ‚Stubentigern‘ ist die Katze das beliebteste Haustier. Gleichzeitig wird kein anderes Tier häufiger in Tierheimen abgegeben oder ausgesetzt. Während die einen verwöhnt und gehätschelt werden, kämpfen in Deutschland ca. zwei Millionen streunende Katzen täglich um ihr Überleben“, erklären Birgit Pörtner (Grüne), Vorsitzende des Ausschusses für Sport und Gesundheit und Karl-Heinz Töns (CDU) „Dabei bleibt den meisten Menschen das Leid wild lebender Katzen verborgen“.

Dem Anlass entsprechend tagte der Ausschuss hierzu am 27.03.2014 im Tierheim Darmstadt. Nach einer ausführlichen Besichtigung des Tierheims durch den Leiter, Christian Zentgraf, führte Frau Schell vom Tierschutzverein die Anwesenden mit einem anschaulichen und beeindruckenden Vortrag in die Problematik von Streunerkatzen und mögliche Handlungsansätze ein.

„Mit steigender Population von Streunerkatzen werden vermehrt zum Teil höchst ansteckende Krankheiten verbreitet, die bei Kontakt zu Menschen auch übertragen werden können, aber auch zunehmende Verunreinigungen durch Verkotung z.B. auf Kinderspielplätzen“, geben Pörtner und Töns die Fakten wieder und begründen einen Antrag der Koalitionsfraktionen mit dem der Magistrat aufgefordert wird, die Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu prüfen und die Ausarbeitung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht in enger Abstimmung mit dem Tierschutzverein Darmstadt und Umgebung e.V. vorzunehmen. Der Antrag wurde im Ausschuss einstimmig verabschiedet.

„Streunerkatzen führen ein leidvolles Leben, viele sterben früh und qualvoll“, unterstreichen Pörtner und Töns den Handlungsbedarf, „Die Tiere sind äußerst scheu, halten sich nicht an belebten Stellen auf und flüchten bei Begegnung mit unbekannten Situationen. Grund für die Überpopulation sind freilaufende, unkastrierte Hauskatzen, die sich ungehindert fortpflanzen und ungewollte ausgesetzte Katzenbabys.“

Berechnungen von Tierschutzorganisationen gehen davon aus, dass sich im Stadtgebiet Darmstadt ca. 1.200 Streunerkatzen aufhalten. Die Pflicht von Katzenhaltern, ihre Tiere kastrieren lassen zu müssen in Verbindung mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht sei nach Erkenntnissen von Tierschutzorganisationen die einzig sinnvolle Methode, um dem zunehmenden Leid wild lebender Katzen und den Folgeerscheinungen Einhalt zu gebieten, so die beiden Koalitonäre.

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