Zukunftsschance für den Stadtteil - Grün-schwarze Koalition will aufwertendes städtebauliches Konzept für eine Wohnbebauung des Klinikgeländes in Eberstadt.

„Eine das Quartier positiv beeinflussende Wohnbebauung des Klinikgeländes in Eberstadt ist eine entscheidende Zukunftschance für den Süden Eberstadts und den ganzen Stadtteil“, so die wohnungspolitischen Sprecher der Koalition Hans Fürst (GRÜNE) und Ludwig Achenbach (CDU). Durch eine städtebauliche Aufwertung und eine weitere soziale Durchmischung könne die Entwicklung vorangetrieben werden. Diese müsse im Kontext mit Fritz-Dächert- und Kirchtannensiedlung und ganz Eberstadt gesehen werden. Eine Neuplanung dürfe nicht erst beginnen, wenn die letzten Stationen geräumt sind. „Für alle Bevölkerungs- und Einkommensgruppen soll hier Wohnraum entstehen“, so die beiden Kommunalpolitiker. Wichtig ist beiden Fraktionen eine rechtzeitige Bürgerbeteiligung und die Einbeziehung der direkten Nachbarschaft.

Verbindende Funktion
Die Koalition wird in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Beschluss herbeiführen, um die Entwicklung eines städtebaulichen Gesamtkonzepts mit einer qualitätvollen Bebauung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern in die Wege zu leiten, welches auch die jeweiligen Ränder der vorhandenen Bebauung respektiert und aufnimmt. „Das heißt zum Beispiel, dass am Stockhausenweg nur eine kleinteilige Bebauung entsteht, die dem Maßstab der unmittelbar angrenzenden Häuser entspricht“, so Ludwig Achenbach. Das neue Quartier müsse Wegebeziehungen nach allen Richtungen vorsehen und eine verbindende Funktion haben. Durch Architekturwettbewerbe soll ein hoher Qualitätsstandard der neu entstehenden Wohngebäude gesichert werden – für Mietwohnungen und Wohneigentum. Auf dem Areal will die Koalition eine Mischung aus Wohnbebauung, Sondernutzung und nicht störender Gewerbenutzung in den denkmalgeschützten Gebäuden erreichen, „dazu können auch KITAS, seniorengerechtes Wohnen oder studentisches Wohnen gehören“, so Hans Fürst. Auch Regelungen zum Energiekonzept und zum Parken sind Teil des Konzepts.

„Für Polizisten oder Krankenschwestern“
20 % der Wohnbebauung soll im Rahmen öffentlich geförderten Wohnungsbaus entstehen um sicherzustellen, dass auch in diesem Neubaugebiet – entsprechend dem grün-schwarzen Koalitionsvertrag – ausreichend preisgünstiger Wohnraum bereitgestellt wird . „Dieser Anteil kann über mittelbare Belegung, Sonderwohnformen (integrierte Wohnprojekte) oder studentisches Wohnen erreicht werden“, so abschließend Hans Fürst und Ludwig Achenbach. Auch für Familien mit niedrigen Einkommen, die gleichwohl über den Grenzen der klassischen Förderwege liegen, solle hier Wohnraum bereitgestellt werden, also für die sprichwörtlichen Polizisten oder Krankenschwestern - genauso wie für neue Bewohnerinnen und Bewohner aus allen Einkommensschichten.

 

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