Tags:  Wohnungspolitik

GRÜNE und CDU begrüßen neuen Mietspiegel: „Wichtiges Instrument für Transparenz“

Als „wichtiges Instrument für Transparenz und unverzichtbare Hilfestellung“ bezeichnen GRÜNE und CDU den gestern vom Magistrat beschlossenen neuen qualifizierten Darmstädter Mietspiegel. Man begrüße daher die Aktualisierung des Mietspiegels von 2010 und die heutige Vorstellung durch Wohnungsdezernentin Barbara Akdeniz.
Bereits seit 1978 wird der Mietspiegel, der Auskunft über die durchschnittliche Nettomiete gibt, von der Stadt Darmstadt herausgegeben. Eine gesetzliche Verplichtung hierzu besteht nicht.

„Dennoch ist uns die Erarbeitung und Herausgabe wichtig. Der Mietspiegel trägt erheblich zur Transparenz im Darmstädter Mietwohnungsmarkt bei. Mieter und Vermieter können mit Hilfe des Mietspiegels je nach Größe, Baualter, Lage, Wohnungstyp und Wohnungsausstattung die ortsübliche Vergleichsmiete feststellen und so die Angemessenheit ihrer eigenen Miete überprüfen“, so die wohnungspolitis chen Sprecher der Koalition Hans Fürst (B90/GRÜNE) und Ludwig Achenbach (CDU). Besonders hervorvorzuheben sei, dass derDarmstädter Mietspiegel besondere Eigenschaften der Wohnung - wie zum Beispiel deren energetische Beschaffenheit oder das Vorhandensein von Fahrradabstellanlagen - erfasse und dadurch entsprechende Anreize für Vermieter setze. Der Darmstädter Mietspiegel sei in dieser Hinsicht bundesweit vorbildlich. Ferner stellt er ein wichtiges Instrument dar, um beispielsweise Streitigkeiten zwischen Mietvertragsparteien zu vermeiden und erleichtert Gerichten in Streitfällen die Entscheidung.

Der Mietspiegel wurde von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Mieterbund Darmstadt, Haus und Grund Darmstadt e.V., der bauverein Darmstadt AG und dem Amtsgericht Darmstadt erstellt. Die wissenschaftliche Bearbeitung erfolgte durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU). Die Koalitionsfraktionen danken allen an der Erarbeitung Beteiligten sowie den zahlreichen Vermietern und Mietern, die an einer umfassenden Befragung teilgenommen hatten.

Der Mietspiegel bestätige auch den Trend zu steigenden Mieten in Ballungsräumen. Im freien Wohnungsmarkt in Darmstadt sind in den letzten Jahren die Mieten um jeweils etwa 4 Prozent gestiegen. Bei den Nettomieten nicht erfasst sind steigende Energie- und Heizkosten.

„Die Dynamik Darmstadts, starke Wirtschaft und Wachstum, hohe Lebensqualität und die in Umfragen bescheinigten Top-Standortqualitäten, insgesamt also die Prosperität Darmstadts, und der damit verbundene Zuzug schaffen große Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt. Es ist daher richtig und wichtig, dass wir mit dem eigenen städtischen Wohnungsunternehmen Bauverein günstigen Wohnraum vorhalten und ambitioniert neuen schaffen. Der Bauverein wirkt mit einem Mietpreisanstieg von nur knapp über einem Prozent in den letzten beiden Jahren nachweislich mietpreisdämpfend“, verdeutlichen Fürst und Achenbach.

Auch wenn die Aktivitäten spürbar angezogen hätten, in 2012 und 2013 konnten in der Gesamtstadt insgesamt jeweils rund 1.000 neue Wohneinheiten von verschiedenen Bauträgern neu geschaffen werden, bleibe der Bau attraktiver und bezahlbarer Wohnungen eine zentrale Aufgabe.


„Mit der Kooperationsvereinbarung mit der bauverein AG zur Schaffung von noch mehr gefördertem Wohnraum haben wir bereits einen wichtigen Baustein gesetzt. Mit der Übertragung der städtischen Wohnungen, die aufgrund Sanierungsstaus früher hohe Leerstände aufwiesen, an die Bauverein AG fügen wir dem einen weiteren hinzu. Darüber hinaus gibt es wichtige Fortschritte mit der BIMA bei der Entwicklung der Konversionsflächen“, unterstreichen die Koalitionspolitiker und fügen abschließend hinzu: „Angesichts des Wachstums und der begrenzten Flächenreserven Darmstadts muss man aber auch konstatieren, dass die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der Region nicht von Darmstadt alleine geschultert werden kann. Hier wäre, wie beispielsweise im ÖPNV- und Schulfragen bereits üblich, eine engere Zusammenarbeit und mehr Engagement der Nachbarkommunen wünschenswert“.

Login
Benutzername:
Passwort: