Der Verzicht der Stadt auf den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat ist für uns ein wichtiger Beitrag zu Artenschutz und Daseinsfürsorge

"In Darmstadt wird seitens der Stadt schon lange kein Glyphosat mehr eingesetzt", freut sich Patrick Voos, Mitglied des GRÜNEN-Umweltarbeitskreises und seit dieser Legislaturperiode für Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung.

Dort hat er am 14. Juni im Rahmen einer Fragestunde eine entsprechende Anfrage an den Magistrat gestellt. Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, das sowohl in der Landwirtschaft als auch in Privatgärten verwendet wird, gilt unter Kritikerinnen und Kritikern als gefährlich für Mensch und Umwelt. Im März 2015 wurde es von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als krebserregend eingestuft. Zudem wird durch die weit verbreitete und flächenmäßig große Anwendung in der Landwirtschaft die Artenvielfalt stark gefährdet. Um so mehr ist es zu begrüßen, dass das Darmstädter Grünflächenamt schon seit zehn Jahren kein Glyphosat mehr benutzt. Sofern gegen Wildkräuter auf öffentlichen Flächen- und in Grünanlagen vorgegangen wird, werden mechanische oder thermische Mittel angewandt.

Auch die städtischen Tochterunternehmen EAD (Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen) und HEAG mobilo verzichten ganz auf den Einsatz der Chemikalie, so die Antwort von Umwelt-, Bau-, Verkehrs- und Planungsdezernentin Cornelia Zuschke. "Das ist ganz in unserem Sinne", meint Voos. "Schließlich sind Klima-, Umwelt-, Natur- und Artenschutz sowie Biodiversität Schwerpunkte in unserem grün-schwarzen Koalitionsvertrag. In Zeiten eines weltweiten dramatischen Artensterbens und großer Gefahren für den Erhalt von essenziellen Ökosystemen und Lebensräumen muss es gerade auf kommunaler Ebene eine starke Berücksichtigung dieser Bereiche geben. Schön, dass die Stadt auch in Sachen Glyphosat mit gutem Beispiel vorangeht."

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