Blogeinträge zum Thema: Eberstadt,
<<November 2017>>

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Die Müllsammelaktion auf der Eberstädter Düne hat Folgen – das Regierungspräsidium Hessen reagiert

„Das hessische Regierungspräsidium teilte umgehend seinen Reinigungsplan für die Eberstädter Düne mit, nachdem bei der alljährlichen Müllsammelaktion 'sauberhaftes Hessen',die vom Stadtteilmanagement Süd III organisiert wird, auf der Düne Ulvenberg und Eschelkopf neben leeren Flaschen und den üblichen Verpackungsresten vom Grünen Arbeitskreis Eberstadt auch Absperrbaken, Küchenmöbelteile, Regalhalter und einiges an Hundekot gefunden wurde“, erklärt Doris Fröhlich, grüne Stadtverordnete aus Eberstadt.

„Die Dünen in Eberstadt sind Relikte aus der Eiszeit und stehen unter besonderem Schutz. Hinweise auf die Schutzbedürftigkeit der Düne geben Schilder am Rand: Naturschutzgebiet! Betreten der abgegrenzten Bereiche untersagt usw., an diese Anweisungen halten sich jedoch nur wenige Besucher“, kritisiert Fröhlich, „Die Betonmauern, der aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Flakstellung, auf dem Dünenkopf dienen heute offenbar als Treffpunkt für ausgedehnte Parties. Außerdem sind die Abgrenzungen zum Teil zerstört und zahlreiche Hinterlassenschaften von Hunden zeigen, dass den Hundebesitzern die Folgen nicht klar sind.“

Die Tier- und Pflanzenwelt sei durch diese "Eingriffe" massiv bedroht, viele "rote Liste Pflanzen", wie das kegelfrüchtige Leimkraut, der Schafschwingel oder das blaues Schillergras, kämen mit dieser Art Dung nicht zurecht und verschwinden langfristig, so die grüne Umweltpolitikerin weiter. „Sie gelten als besonders schützenswert, da sie mit den kalkreichen Sandböden und der großen Hitze zurechtkommen, die auf der Düne besonders an trocken-heißen Sommertagen entstehen kann. So steht am Ende der Sammelaktion nicht nur die Erkenntnis, dass unser Wohlstandsmüll die Landschaft belastet, er zerstört auch seltene, in Deutschland einmalige Biotope. Mehr Schutz und mehr Aufklärung sind gefragt.“

Auf das Ergebnis der Müllsammelaktion und die Anregungen des Grünen OV Eberstadt hin reagierte das hessischen Regierungspräsidium. Der, auf die Anregungen hin, freigegebene Reinigungsplan des Regierungspräsidiums sieht vor die Abgrenzungen wiederherzustellen und Hundehalter per Flyer über die Bedrohung der Düne durch die Hinterlassenschaften der Hunde zu informieren. Außerdem soll eine neue Besucherleiteinrichtung mit entsprechenden Informationstafeln die Besucher vor Ort über das besondere Biotop der Düne informieren und so für einen besseren Schutz sorgen.

verfasst am:
Montag, 4. April 2016, 11:40:14 Uhr
zuletzt editiert:
Montag, 4. April 2016, 11:41:08 Uhr
Nachbericht: Politischer Aschermittwoch bei den Eberstädter GRÜNEN

Grüner Aschermittwoch in Eberstadt

Fairness bei aller politischen Unterschiedlichkeit war das Motto für das Heringsessen zu dem der OV Eberstadt von Bündnis 90/Die Grünen in diesem Jahr eingeladen hatte. Der Saal im Haus der Vereine war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Eberstädterinnen und Eberstädter waren gekommen, um die Kandidatinnen und Kandidaten Kommunalwahl am 6. März zu sehen und zu hören.

Zu Gast war auch die Hessenvorsitzende der Partei, Daniela Wagner.

In vielen Einzelgesprächen könnte sie den Gästen erläutern wie erfolgreich grüne Themen in der Landesregierung von den Grünen durchgesetzt wurden.

Nach der Begrüßung durch die grüne Stadtverordnetenvorsteherin Doris Fröhlich kamen zuerst die Kandidatinnen und Kandidaten zu Wort. Birgit Pörtner machte den Anfang. Sie räumte auf mit Aussagen anderer Parteien die suggerieren, dass Verkehrsteilnehmer, die nicht nur Auto fahren keine Menschen sind.

Sie konnte auch deutlich machen, dass grüne Stadtpolitik mutig Projekte in die Hand nimmt. Man sieht es am Eberstädter Kreisel, an der Bismarckstrasse und am Stadion. An der Bebauung des Eberstädter Pressgeländes hob sie hervor, dass durch umsichtige Planung ohne Tiefgarage die Wohnträume auch von Familien mit weniger Geld wahr werden.

Horst Miltenberger nahm ein anderes Thema auf. In den vergangenen Monaten sind Menschen aus Krisengebieten zu uns gekommen um bei uns eine Zukunft zu haben. Krieg und Zerstörung haben sie gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Parteien und Gruppierungen die diesen Menschen nun Hass und Hetze entgegenbringen werden demokratische Parteien und unsere Zivilgesellschaft nicht dulden, so Miltenberger.

Zurück zu Eberstädter Themen brachte Sibylle Kalkhof es auf den Punkt. "Eberstadt braucht eine Aufenthaltsqualität im Ortskern". Zweimal haben die Ortsgrünen bereits gezeigt wie es geht. Zwischen der Kafeebar und der Bäckerei Hofmann haben sie ein Straßencafé installiert. Das hat gezeigt, dass viel Bedarf und viel Platz für Neues da ist.

Doris Fröhlich, Lilo Kiel und Iris Dassler machten den Abschluss der Vorstellung mit den Themen Kunst und Kultur für Eberstadt, z.B. in der Modaupromenade und guter Kinderbetreuung in Kindergärten und Schulen. Den Höhepunkt des Abends setzte Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Mit einem Rundumblick über die gelungene Wirtschaftsförderung, die Verhinderung einer Tankstelle im Eberstädter Süden, den Weiterbestand des Stadtteilbüros und den Angeboten in der Grenzallee. Die Grünen konnten Darmstadt sozialer und gerechter machen, die Kinderbetreuung verbessern, den Haushalt stabilisieren und die Bürgerinnen und Bürger stärker beteiligen.

In den nächsten Jahren steht die Schaffung von Wohnungen für alle Bevölkerungsschichten im Vordergrund. Der Start der Wohnraummobilisierung in Lincoln ist gelungen. In Darmstadt hat sich in fünf Jahren viel bewegt, und daran haben Bündnis 90/Die Grünen einen großen Anteil. Deshalb werben die Grünen um die Stimmen der Eberstädter Bürgerinnen und Bürger für die Weiterführung der Koalition.
 
Der Abend war damit lange nicht zu Ende. Bei Wein und Getränken und natürlich reichlich Heringssalat und veganen Köstlichkeiten gab es Zeit um das Gehörte zu besprechen und zu vertiefen.

verfasst am:
Mittwoch, 24. Februar 2016, 14:08:12 Uhr
zuletzt editiert:
Mittwoch, 24. Februar 2016, 14:19:53 Uhr
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