Grünen-Abgeordnete Sarah Sorge will Aufklärung über den Verkauf der Holbein-Madonna – Berichtsantrag soll Klarheit verschaffen (06.09.11)

Im Juli 2011 wurde das kunstgeschichtlich für Hessen enorm wichtige Gemälde die „Holbein-Madonna“ an den Unternehmer Reinhold Würth verkauft. Die Landesregierung behauptet, dass sie weder von den Verkaufsgesprächen gewusst habe, noch eine rechtliche Handhabe besitze den Verkauf zu verhindern.
Die auch für die Stadt Darmstadt zuständige Abgeordnete Sarah Sorge möchte nun Klarheit darüber, zu welchem Zeitpunkt die Erben der Holbein-Madonna erstmals mit der Verkaufsabsicht an die Landesregierung herangetreten sind und welche Anstrengungen die Landesregierung seither unternommen hat, das Bild für Hessen zu erhalten.
Auch soll geklärt werden, ob es eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Hessischen Hausstiftung, der Erbengemeinschaft des Hauses Hessens und der Landesregierung gibt, aus der ein langfristiger Verbleib in Hessen ableitbar wäre. Immerhin haben 2003 die Hausstiftung und die Erbengemeinschaft in einem Schreiben an den damaligen Kunstminister zugesichert, dass das Kunstwerk nach Abschluss der Renovierungsarbeiten ins Landesmuseum und somit nach Darmstadt zurückkehren werde.
„Eigentlich müssten wir davon ausgehen können, dass dieses Wort auch zählt“, so Sarah Sorge. „Sollte dies aber nicht der Fall sein verlange ich mindestens, dass die Landesregierung sich dafür einsetzt, dass die Holbein-Madonna zur geplanten Wiedereröffnung des Landesmuseums Darmstadt wenigstens leihweise vor Ort gezeigt werden kann.“

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