Weltkindertag am 20.09.2012 – Mehr Zeit für Kinder, Wahlfreiheit für Eltern

Unter dem Motte „Kinder brauchen Zeit“ veranstaltet die Stadt Darmstadt am 23.09. zusammen mit anderen Organisationen einen Tag speziell für Kinder. Anlässlich des Weltkindertages am 20.09.2012 begrüßt Florian Gernhardt, Kinder- und Jugendpolitischer Sprecher der GRÜNEN Darmstadt dieses Motte und betont, dass auch Eltern Zeit und besonders Wahlfreiheit im Hinblick auf die Betreuungssituation ihrer Kinder brauchen.
„Die Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren ab August 2013 ist massiv gefährdet. Das Land und der Bund müssen dafür sorgen, dass die kommunalen Haushalte entlastet werden, da die finanziellen Mittel bei weitem nicht ausreichen, um den Rechtsanspruch umzusetzen. Darüber hinaus fehlen alleine in Hessen 3500 Erzieherinnen und Erzieher“, so Gernhardt.
Gernhardt kritisiert in diesem Zusammenhang auch das Betreuungsgeld und verweist auf die fehlenden Kita-Plätze. „Bis 2014 will die Bundesregierung 1,2 Milliarden Euro für das Betreuungsgeld ausgeben. Eine Prämie, die Kinder aus Kitas und Mütter und Väter vom Arbeitsmarkt fernhält, ist unsinnig und absurd. Ein Teil des Geldes sollte für die Schaffung von Alternativen ausgegeben werden, in diesem Fall für mehr Kita-Plätze. Nur so kann gewährleistet werden, dass Eltern in der Frage der Betreuung ihrer Kinder eine echte Wahlfreiheit erhalten. Erst wenn für alle Kinder Ganztagsbetreuungsplätze vorhanden sind, haben Eltern tatsächlich eine Wahlmöglichkeit“, so Gernhardt.
Abschließend kritisiert Gernhardt die regierenden Koalitionen in Wiesbaden und Berlin für ihre verfehlte Sozialpolitik. „Die schwarz-gelbe Koalition im Bund wie auch die in Wiesbaden treffen Entscheidungen, die von den Kommunen getragen und auch finanziert werden müssen. Die mangelnde Unterstützung in Sachen Kita-Ausbau und die Konzentration auf das Betreuungsgeld gehen an der familienpolitischen Realität vorbei. Die Eltern brauchen verlässliche Strukturen und eine gesicherte Finanzierung. Nur so kann die Betreuungssituation, besonders im U3-Bereich, dauerhaft stabilisiert werden.“

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