74 Jahre nach der Reichspogromnacht und ein Jahr nach den NSU-Morden – Gedenken und Mahnung

Anlässlich des 74-Jahrestag der Reichspogromnacht rufen die GRÜNEN Darmstadt zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf. Die Parteisprecherin Hildegard Förster-Heldmann und der Parteisprecher Ulrich Pakleppa weisen in diesem Zusammenhang auch auf die Mordserie der Rechtsterroristen hin, die vor einem Jahr aufgedeckt wurde.
„Wohin uns Rassenhass und völkischer Wahn führen kann, dürfen wir niemals vergessen und gedenken in diesen Tagen an die Millionen Opfer, die das NS-Regime zu verantworten hat. Besonders für die nachfolgenden Generationen müssen wir dieses Gedenken pflegen, um zu verhindern, dass wieder Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung oder ihres Aussehens diskriminiert oder gar ermordet werden. Für uns GRÜNE ist das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus so selbstverständlich wie das entschiedene Entgegentreten gegen rechtes Gedankengut.“
So weisen die GRÜNEN auf die Mordserie der Rechtsterroristen der NSU hin, die vor genau einem Jahr aufgedeckt worden ist. „Wir gedenken in diesen Tagen auch den Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe NSU, die uns schrecklicherweise vor Augen führen, dass Rechtsradikale und vom nationalsozialistischen Gedankengut Besessene in Deutschland morden können. Dies ist eine Schande für unseren Rechtstaat und bedarf rasche Aufklärung“, so Förster-Heldmann und Pakleppa. Beide betonen, dass nur eine konsequente und dauerhafte Aufklärung der Geschehnisse wieder Vertrauen in die staatlichen Institutionen schaffen kann. „Je länger die Zeit des Dritten Reiches her ist, desto intensiver müssen wir das Gedenken an die Geschehnisse pflegen und Aufklärungsarbeit, besonders bei jungen Menschen leisten. Und wir in Deutschland müssen konsequenter rechten Strömungen entgegentreten, um zu verhindern, dass sich die Geschichte auf tragische Weise wiederholt“, fordern Förster-Heldmann und Pakleppa.
Fatma Yilmaz, integrationspolitische Sprecherin der GRÜNEN, betont das erschütterte Vertrauen vieler Migrantinnen und Migranten in das rechtsstaatliche System. „Die schleppende Aufklärung der Mordserie trägt nicht dazu bei, das verlorene Vertrauen vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft wieder herzustellen. Hier erwarten wir GRÜNE die konsequente Verfolgung der Täter der Mordserie und ein entschiedenes Vorgehen der staatlichen Behörden und Institutionen“, so Yilmaz abschließend.

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