GRÜNE- und CDU-Fraktion wollen Recycling in Darmstadt durch die Einrichtung eines zweiten Recyclinghofs stärker unterstützen

"Darmstadt hat in vielen Bereichen eine hohe Recycling-Quote“, freuen sich die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich und Yücel Akdeniz (beide GRÜNE) sowie Roland Desch und Alexander Schleith (beide CDU). Das städtische Tochterunternehmen, der Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD), nimmt jährlich circa 15.000 Tonnen Bioabfall, 8.000 Tonnen Papier sowie 3.000 Tonnen Holz, Elektroschrott und Sonderabfall entgegen. "Davon werden rund 98 Prozent wiederverwertet. Der Kompost aus der Kompostieranlage in Kranichstein hat eine ausgezeichnete Qualität und ist frei von Mikroplastik."

Anders sieht es bei den Wertstoffen aus. Von den in Darmstadt anfallenden rund 4.400 Tonnen im Jahr (alle Zahlen aus 2018) können zurzeit nur rund 25 Prozent recycelt werden. Das ist zwar mehr als im Bundesdurchschnitt, dennoch ist es zu wenig und widerspricht dem Ziel des sogenannten Dualen Systems, den Verpackungsmüll möglichst in vollem Umfang wiederzuverwerten.

"Etwa die Hälfte gehört nicht in den Gelben Sack, sondern besteht aus Papier, Glas, Bio- oder Restmüll. Hier könnte in den Privathaushalten noch besser getrennt werden. – Das Hauptproblem aber ist, dass etwa 50 Prozent der Verpackungen durch die Verklebung unterschiedlicher Materialien gar nicht wiederverwertbar sind, obwohl sie den 'Grünen Punkt' tragen. Aus diesem Grund begrüßen wir die Diskussion um das neue Verpackungsgesetz ausdrücklich. Aus schlechten Materialien kann man nichts Gutes machen. Es muss darauf hingewirkt werden, dass die Verpackungen wirklich recycelbar sind", so die Koalitionärin und die drei Koalitionäre von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und CDU. "Das würde die Disziplin bei der Mülltrennung innerhalb des Dualen Systems steigern", sind sich die Vier sicher.

"Der Wille zum Recycling ist in Darmstadt vorhanden, dies zeigen die überwiegend guten Quoten. Wir setzen uns deshalb für die Errichtung eines weiteren Recyclinghofes ein. Nur einer, ganz im Norden der Stadt, ist zu wenig. Zum einen, weil Darmstadt beständig wächst, zum anderen, weil der Weg dorthin für Menschen aus den neu entstehenden Wohnquartieren und aus Eberstadt weit ist. – Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, Sonderabfälle, Holz und Elektroschrott selbst wegzubringen, sollte unbedingt unterstützt werden. Zumal im Recyclinghof von vornherein richtig getrennt wird."

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