"Klimaschutz hat in Darmstadt schon seit vielen Jahren höchste Priorität", so die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich und Yücel Akdeniz (beide GRÜNE) sowie Roland Desch und Alexander Schleith (beide CDU). Bereits 2013 hat die Stadtverordnetenversammlung auf Betreiben der grün-schwarzen Koalition das Leitbild 'Klimaneutrale Stadt' als strategisches und langfristiges Ziel beschlossen. In einem Klimaschutzkonzept wurden 138 wirkungsvolle Maßnahmen festgeschrieben; vieles davon ist bereits in konkretes Handeln umgesetzt. Darmstadt liegt damit deutlich über den normalen Standards und ist anderen Kommunen weit voraus. "Heute wissen wir jedoch, dass das nicht ausreicht", so die Vier. "Nach dem Übereinkommen von Paris zur Begrenzung der Klimaerwärmung auf 1,5 °C müssen wir unsere Zielvorgaben anpassen."

Mit ihrem aktuellen Antrag zum Klimaschutz wollen die Fraktionen Bündnis 90/DIE GRÜNEN und CDU der Klimaerwärmung noch entschiedener entgegenwirken und alles tun, was auf kommunaler Ebene getan werden kann. Nach der Evaluierung im Herbst 2019 wird das bestehende Klimaschutzkonzept unter Beteiligung der Öffentlichkeit fortgeschrieben. "Dabei ist uns wichtig, dass aufgezeigt wird, was die Stadt selbst tut, was die Bürgerinnen und Bürger machen können – und wo wir alle gemeinsam noch konsequenter handeln müssen", so die Koalitionärin und die drei Koalitionäre.

Beispielsweise sollen bei allen künftigen Magistratsvorlagen die Auswirkungen auf die Klimaschutzziele dargelegt werden, damit sie bei der Entscheidung Berücksichtigung finden. Angestrebt ist, CO2-Neutralität bei neuen Bauvorhaben in die Vorgaben aufzunehmen und weitreichende Begrünungsmaßnahmen in der Umsetzung zu unterstützen. Eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit wird angestoßen, um alle Bereiche der CO2-Einsparung aufzuzeigen und die Bürgerschaft in ihren Bemühungen zu stärken.

"Das sind viele differenzierte, präventive Mittel, mit denen wir der Erwärmung aktiv entgegenwirken", so Frölich, Akdeniz, Desch und Schleith. Zudem fordern die GRÜNE- und die CDU-Fraktion im Einklang mit der Dortmunder Erklärung des Deutschen Städtetages vom 6. Juni 2019, dass Bund und Länder einen noch größeren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten, beispielsweise durch die Bepreisung von CO2-Emissionen.

 
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