GRÜNE- und CDU-Fraktion begrüßen Radstrategiepapier – Weiterer wichtiger Baustein für eine sichere Radinfrastruktur

"Wir begrüßen das gemeinsam von Magistrat, Verwaltung, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und der Initiative Radentscheid erarbeitete Radstrategiepapier", so die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich und Yücel Akdeniz (beide GRÜNE) sowie Roland Desch und Alexander Schleith (beide CDU). "Mit dem Sonderinvestitionsprogramm '4 x 4 Rad' wurden im vergangenen Jahr bereits die finanziellen und personellen Grundlagen für die Förderung des Radverkehrs in Darmstadt gelegt, das Radstrategiepapier ist jetzt der Handlungsleitfaden für die weitere inhaltliche Ausgestaltung."

Der Anteil des Radverkehrs am sogenannten Modal Split lag in Darmstadt laut der letzten Erhebung von 2013 bei 17 Prozent, die Tendenz ist seither steigend. Bis 2030 soll er nach dem Willen der GRÜNEN- und der CDU-Stadtverordnetenfraktion auf 30 Prozent gesteigert werden, um Lärm-, Abgas- und Feinstaub-Emissionen noch stärker zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen. "Dafür ist es wichtig, dass es eine einladende und sichere Rad- Infrastruktur gibt", so die Koalitionärin und die drei Koalitionäre. "Die Menschen sollen ent- spannt und vor allem wohlbehalten ans Ziel kommen."

Für eine funktionierende Mobilität in einer so stark wachsenden Stadt wie Darmstadt muss sich die Verteilung der genutzten Fortbewegungsmittel verändern. Radmobilität spielt eine zunehmend wichtigere Rolle. Dies stellt veränderte Anforderungen an die Aufteilung und Ge- staltung des Straßenraums. Dabei ist der Platz begrenzt. An manchen Stellen müssen Kom- promisse eingegangen werden. Einschränkungen beim ruhenden und fahrenden motorisier- ten Individualverkehr sind unumgänglich.

"Umso mehr freut es uns, dass es dafür eine breite Akzeptanz gibt." Laut einer repräsentativen Umfrage des Hessischen Rundfunks und infratest dimap sprechen sich 73 Prozent der Befragten für den Ausbau des Radwegenetzes aus, auch wenn dadurch der Platz für den Au- toverkehr geringer wird. Auch Autofahrerinnen und Autofahrer befürworten dies mit 69 Pro- zent mehrheitlich. "Das ist ein deutliches Bekenntnis zum Rad. Mit dem Radstrategiepapier ist nun der Prozess angestoßen. Es ist das Ergebnis der gemeinsamen Beratungen aller Beteiligten und zeigt auf in welche Richtung sich die Radmobilität in Darmstadt zukünftig entwickeln soll. Es kommt nun darauf an das Paket inhaltlich mit Leben zu füllen und an der Umsetzung der Ziele konsequent weiter zu arbeiten", so die Vier.

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