Bezahlbarer Wohnraum in Darmstadt nur mit der städtischen Bauverein AG

Darmstadt ist eine der wenigen Städte in Deutschland, die mit der Bauverein AG noch über eine große, starke kommunale Wohnungsbaugesellschaft verfügen. Viele andere Kommunen haben dagegen ihren Bestand an Wohnungen verkauft, allen voran Berlin. Deshalb ist die dortige Enteignungsdebatte besonders absurd: Ein großer Teil der Wohnungen des Konzerns Deutsche Wohnen, über den heute diskutiert wird, war ursprünglich in öffentlicher Hand. Doch vor rund 15 Jahren wollte die Stadt die landeseigene GSW-Gruppe mit ihren etwa 65.700 Wohnungen unbedingt loswerden. Der Bestand landete schließlich bei der Deutsche Wohnen SE. Verantwortlich für den Verkauf war der damalige Finanzsenator Berlins, Thilo Sarrazin (74, SPD), der diese Entscheidung heute noch verteidigt.
Anders in Darmstadt: Das städtische Tochterunternehmen Bauverein AG ist der wichtigste Akteur im hiesigen Wohnungsmarkt. Nur mit der Bauverein AG kann das Ziel, für ausreichend bezahlbaren  Wohnraum zu sorgen, umgesetzt werden. Warum?

–> Die von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung (Stavo) beschlossene Förderquote 25 / 20, die vorsieht bei Neubauten 25% der Wohnungen für geringe und 20% für mittlere Einkommen zu errichten, wird in erster Linie von der Bauverein AG erbracht. In der Lincoln Siedlung entstehen so in den nächsten Monaten circa 300 Wohnungen allein über die Bauverein AG.
Schon jetzt hält die Bauverein AG über 90% aller geförderten Wohnungen in Darmstadt.

–> Durch die Kooperationsvereinbarung zwischen Magistrat und Bauverein werden aus Mitteln der Bauverein AG seit 2013 im Schnitt jährlich 105 Belegungs- und Mietpreisbindungen für Wohnungen gesichert. Das ist eine millionenschwere Finanzierung des städtischen Wohnungsmarktes, die durch Bund und Landesmittel ergänzt wird. Auch im städtischen Haushalt wurden die finanziellen Mittel für den Sozialen Wohnungsbau enorm aufgestockt.

–> An der Schaffung von 10.000 neuen Wohnungen ist die Bauverein AG federführend beteiligt. Sowohl in der Lincoln Siedlung als auch im Ludwigshöhviertel tritt die städtische Tochter als Projektentwicklerin auf.

–> Für Modernisierung und Sanierungsmaßnahmen wird die Bauverein AG in den kommenden Jahren bis zu 350 Millionen aufbringen. Der Modernisierungsbedarf liegt aufgrund langjähriger und lang zurückliegender Versäumnisse bei gut 50% im geförderten und bis zu zwei Dritteln im frei finanzierten Bereich.

–> Das Engagement der Bauverein AG wirkt sich preisdämpfend auf den Darmstädter Wohnungsmarkt aus. Das gilt auch für die Mieten des Bauvereins selbst: Die durchschnittliche Miete der Bauverein AG beträgt 6,30 Euro/ m2.

Im frei finanzierten Sektor (rund 7.500 Wohnungen der BV AG) liegen über 80% der Mieten unter/bis 8,00€/m2.
Im geförderten Bereich (über 90% des Bestands in Darmstadt) betragen die Mieten zu 85% unter/bis 6,00 €/m2.
Bei Erstbezug von Neubauten beträgt die Miete im geförderten Bereich für geringe Einkommen 6,50€/m2, für mittlere Einkommen 7,80€/m2.
Von den rund 7.500 frei finanzierten Wohnungen in Darmstadt liegen 2.357 exakt auf Mietspiegelniveau, 3.413 unter dem aktuell gültigen Mietspiegel, nur 1.547  liegen über dem Mietspiegel davon ca. 1.000 nur bis zu 15 %. Die Nettokaltmieten betragen bei den geförderten Wohnungen in 88% aller Wohnungen weniger als 400,00€/Monat. Im Bereich der frei finanzierten Wohnungen beträgt die Nettokaltmiete bei knapp 80% weniger als 500,00€/Monat, in weiteren rund 18% zwischen 550,00 und 800,00€/Monat.

–> Für die kommenden Jahre plant die Bauverein AG rund 2.800 neue Wohnungen, davon wiederum über 1.200 geförderte. Die Bauverein AG trägt damit in erheblichem Maße zur Verbesserung der Lage auf dem Wohnungsmarkt bei!

Login
Benutzername:
Passwort: