GRÜNE- und CDU-Fraktion: Kostenfreies Mittagessen für Kinder aus einkommensschwachen Familien gilt in Darmstadt auch für die Hort-Betreuung

"In Darmstadt können Kinder aus einkommensschwachen Familien kostenlos an der Mittagsverkostung ihrer Betreuungseinrichtung teilnehmen, ganz gleich ob sie die Schulbetreuung, die Kita oder den Hort besuchen. Damit geht die Stadt noch einen Schritt weiter als die Bundesregierung“, so die Fraktionsvorsitzenden Nicole Frölich, Yücel Akdeniz (GRÜNE), Roland Desch und Alexander Schleith (CDU).

Seit das "Starke-Familien-Gesetz" der Bundesregierung am 1. August 2019 in Kraft getreten ist, müssen Familien mit geringem Einkommen für das Mittagessen ihrer Kinder in Schule oder Kita keinen Eigenanteil mehr leisten. Dieser bestand bisher aus der Zuzahlung von einem Euro pro Mahlzeit. Das war für viele ein Hinderungsgrund, ihr Kind für das gemeinsame Essen anzumelden. "Diese Hürde besteht jetzt nicht mehr", so die Fraktionsvorsitzenden. "Dies ist nicht nur im Hinblick auf eine ausreichende Ernährung, sondern auch für den sozialen Zusammenhalt bedeutend und daher eine von uns lange geforderte Maßnahme."

Leider gilt die Regelung der Bundesregierung jedoch nicht für Kinder, die einen Hort in städtischer, kirchlicher oder freier Trägerschaft besuchen. Um dieser Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, hat der Magistrat beschlossen, den Eigenanteil der betroffenen Familien von städtischer Seite zu übernehmen. "Damit gibt es bei uns keine Benachteiligung von Hortkindern gegenüber Kindern in der schuleigenen Betreuung mehr."

Darmstadt hat eine große und vielfältige Kinderbetreuungslandschaft. Die außerschulischen Hort-Einrichtungen leisten von jeher einen wichtigen Beitrag bei der Betreuung von Schulkindern. "Unsere Koalition setzt sich von Beginn an dafür ein, dass alle Einrichtungen gute Voraussetzungen haben, deshalb begrüßen wir die Entscheidung des Magistrats ausdrücklich. Es ist ein zentraler Beitrag, um Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu ermöglichen – und das gute pluralistische Bildungs- und Betreuungsangebot zu fördern", so die Politikerin und die drei Politiker.

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